Caritas und Sozialarbeit formen das christliche Profil

von Redaktion

Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft im Dekanat Inntal – Impulse zum Thema Erneuerung der Kirche gegeben

Großholzhausen – Nachdem die Vorsitzende Sonja Greim in der Vollversammlung der „Arbeitsgemeinschaft für Caritas und Sozialarbeit im Dekanat Inntal“ am 13. Juni im Pfarrstadl den formellen Jahresbericht vorgetragen hatte, meldete sich Petra Sigrist zu Wort. Die Geschäftsführerin der Diözesan-Arbeitsgemeinschaft wollte wissen, was in der Region konkret gemacht wird.

Ganz wichtig ist in allen Pfarreien das Angebot für Senioren. Im Sommer gibt es in Nußdorf einen monatlichen Ausflug, im Winter Vorträge. Aktuelle Themen wie die Anrufe von Trickbetrügern oder die Bedienung von Bankautomaten stehen auf dem Programm. Auch in Flintsbach sind Ausflüge im Angebot, für Körper und Geist gibt es Gymnastik und Gedächtnistraining. In Großholzhausen setzt man auf „Fahrten ins Blaue“. In Samerberg werden ebenfalls Ausflüge mit dem Bus angeboten, in Kiefersfelden gibt es unter anderem ein Kindertreffen mit Hausaufgabenbetreuung. Allen gemeinsam ist, dass Begegnungen, etwa bei Kaffee und Kuchen im Pfarrheim oder einem örtlichen Café, wichtig sind, da Einsamkeit im Alter ein zunehmendes Problem ist. „Das macht uns Christen aus“, so Sigrist zur Sozialarbeit der Caritas. Christen würden durch die Übernahme eines Ehrenamts ein Profil entwickeln. Da die Ausübung eines Ehrenamts auch die Übernahme von Verantwortung bedeutet, bietet die Caritas Schulungen an. Interessenten können sich beim Caritas-Zentrum Rosenheim unter Telefon 08031/203722 anmelden.

Pastoralreferentin Martina Mauder machte sich in ihrem Vortrag „Erneuerung der Kirche – sende aus deinen Geist“ Gedanken über einen möglichen Wandel in der Kirche und wie dieser umgesetzt werden könnte. „Dass es Veränderungen braucht, das ist inzwischen in allen Hierarchien bis Rom durchgedrungen“, so ihre Feststellung. Dass Änderungen am Anfang unbequem sein können, erläuterte sie am Beispiel von Schuhen. „Ein altes Paar Schuhe ist gut eingelaufen, bei einem neuen braucht es eine Weile“, so Mauder, bis man sich darin wohlfühle.

Christen, so Mauder weiter, sollten nicht in der Angst vor Veränderung verharren, dann werde vieles möglich. Gegner von Reformen würden oft anführen, früher sei alles besser gewesen, dabei aber nicht sagen, wann dieses „früher“ gewesen sein soll. Wichtig sei bei jedem Wandel, das Wort Jesu zu beachten: „Alles was ihr von ihnen erwartet, das tut auch ihnen.“als

Artikel 1 von 11