Kinderbetreuung wird deutlich teurer

von Redaktion

Gemeinderat Kiefersfelden hebt Gebühren um durchschnittlich 19 Prozent an

Kiefersfelden – Nach intensiven Beratungen in den Ausschüssen zuvor, steht es nun fest: Aufenthalt und Betreuung in den gemeindlichen Kindertagesstätten werden heuer zum 1. September zum Teil deutlich teurer. Das beschloss der Gemeinderat in vergangener Sitzung einstimmig.

Zuvor richtete Bürgermeister Hajo Gruber (FW) noch einmal das Wort an die Räte und Zuhörer, um die Anhebung zu begründen. „Wenn wir die hohe Qualität unserer Kindertagesstätten aufrechterhalten wollen, müssen wir die Nutzungsgebühren anpassen“, so der Rathauschef. Auch ein Hinweis des landrätlichen Rechnungsprüfungsamtes in Rosenheim, sich „mit dieser Angelegenheit“ zu befassen, konnte durch die Gemeinde nicht vernachlässigt werden.

Die neue Gebührenordnung für die Kinderkrippe „Kleiner Drache“, die Kindergärten „St. Martin“, „St. Barbara“ und „St. Peter“ sowie für den Kinderhort Schulkinderbetreuung steigt nach dem Beschluss der Gemeinderäte entsprechend der Buchungszeiten um durchschnittlich 19,37 Prozent an. So zahlen beispielsweise die Eltern oder Erziehungsberechtigen von Kindern, die drei bis vier Stunden in den gemeindlichen Kindergärten betreut werden, ab September 160 Euro für das erste Kind, aktuell sind es noch 129 Euro. Für jedes weitere Kind gibt es eine Ermäßigung von 25 Prozent.

Deutlich moderater dagegen fällt die Erhöhung für die Betreuung der Kleinen von neun bis zehn Stunden in der Kinderkrippe „Kleiner Drache“ aus. Dort werden ab September 372 Euro pro Monat für das erste Kind fällig (vorher 366 Euro), was einer Anhebung um nur zwei Prozent entspricht. Und auch hier ist für jedes weitere Kind eine Ermäßigung um 25 Prozent festgelegt.

Bürgermeister Hajo Gruber fasste vor der Abstimmung noch einmal kurz zusammen: „Wir haben uns bei der Tarifanpassung auch an den aktuellen Gebühren gleicher Einrichtungen im Inntal orientiert und sind jetzt, nach der Anpassung, gebührengleich mit unserem Nachbarn Oberaudorf“. Letztlich fließen durch die Erhöhung der Gebühren jährlich rund 88200 Euro mehr in die Gemeindekasse, „was aber nicht ausschlaggebend für diese Anhebung war“, so der Rathauschef abschließend. Franz Hoffmann

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