Samerberg will fahrradfreundliche Kommune werden

von Redaktion

Bewertungskommission gibt Hinweise für Alltagsradverkehr in der Gemeinde

Samerberg – Auf dem Weg zur „Fahrradfreundlichen Kommune“ ist die Gemeinde Samerberg jetzt einen Schritt weiter. Vertreter der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK), des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) sowie des Bayerischen Verkehrsministeriums statteten der Kommune einen Besuch ab. Die Fachkommission nahm anhand festgelegter Kriterien und Fragebögen eine Beurteilung der Samerberger Fahrradinfrastruktur vor. Diese sogenannte „Vorbereisung“ ist Grundlage für eine spätere Mitgliedschaft im AGFK Bayern. Bis es aber soweit ist, haben die Samerberger jetzt vier Jahre Zeit, um ihre Hausaufgaben zu machen.

Die Kommission setzte bei der Vorbereisung aber nicht nur auf Fragebögen und Diskussionen mit den Samerberger Vertretern, sondern man machte sich bei einer mehrstündigen Fahrradexkursion ein eigenes Bild. Rathaus, Gästeinfo und der Arbeitskreis Rad- und Fußwege hatten viele Informationen über die Region und die Route über den Samerberg vorbereitet, von viel- befahrenen Orts- und Kreisstraßen bis hin zu einfachen Feldwegen war alles dabei. Peter Brodschelm vom Bikepark Samerberg stellte E-Bikes zur Verfügung und war auf der Tour mit dabei.

Von Törwang ging es über die Straßenquerung bei der Kreisstraße RO9 zur Schule und zum Kindergarten. Thomas Schmid, der ehrenamtliche Radverkehrsbeauftragte der Gemeinde, stellte die aktuelle Situation vor und erläuterte Ideen wie eine künftige, sichere Radwegeverbindung aussehen könnte. Die Ortsgruppe der CSU hatte in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Antrag für diese Strecke gestellt, welcher vom Gemeinderat positiv gesehen wurde. Weiter ging die Route über die Filze nach Grainbach und zur Hochriesbahn, dann über Sonnbach, Mitterhof und die Wassertretanlage wieder zurück zum Rathaus nach Törwang.

Alle Mitradelnden waren sich einig, dass für vernünftige Verbindungen eine Radwegenetzplanung unumgänglich ist. Nur so kann vermieden werden, dass einzelne Streckenabschnitte nicht zusammenpassen und unnötige Baumaßnahmen gemacht werden. Vor allem ein Ausbau oder die Instandsetzung der bestehenden Wege sollte hier favorisiert werden.

Nach der Tour präsentierte Thomas Schmid ausführlich die Situation in der Gemeinde. Es ging um die zentralen Anlaufpunkte für Bürger, die Vereinslandschaft sowie den Anschluss an die Nachbargemeinden.

Schließlich bekam die Gemeinde eine Reihe von Handlungsempfehlungen, die in den kommenden vier Jahren erfüllt sein sollen. Dazu gehören unter anderem ein Radverkehrskonzept sowie eine Erfassung der prozentualen Anteile der einzelnen Verkehrsmittel an der gesamten Verkehrsleistung der Gemeinde. „Es wird einiges an Aufgaben auf uns zukommen, doch wenn die Gemeinde mit den Bürgern an einem Strang zieht, dann sehe ich die Umsetzung durchaus positiv“, so das Fazit von Bürgermeister Georg Huber.

Artikel 1 von 11