Schnaitsee – Das Kinderhaus „Sonnenschein“ in Waldhausen wird auch weiterhin von der Arbeiterwohlfahrt geführt. Einstimmig beschloss der Rat die entsprechende Betriebsträgervereinbarung. Im neuen Vertrag ist es ein maßgeblicher Punkt, dass die Übernahme des Defizits durch die Gemeinde von 100 Prozent auf 80 Prozent gesenkt wird. Diese Senkung wird auch bei der Vereinbarung mit der katholischen Kirche angestrebt.
Auf Anfrage von Marco Anstötz aus der jüngsten Sitzung erläuterten Rosi Schönhuber und Theresa Emmerer von der Verwaltung das Entstehen der Defizite. Bei der Krippe und beim Hort in den Räumen der Volksschule entstand ein Minus von 81810 Euro. Dem Kindergarten „Arche Noah“ entstand ein Defizit von über 110000 Euro und beim Kinderhaus der AWO in Waldhausen waren es 37000 Euro. Von Anstötz wurde bemängelt, dass in Schnaitsee die Kosten pro betreutem Kind um rund 40 Prozent höher seien als in Waldhausen. „Dies ist zu einem großen Teil den höheren Personalkosten durch die entsprechenden Gehaltsstufen lang Beschäftigter geschuldet“, so Schönhuber.
Der Bürgermeister berichtete, dass es auch vielen anderen Kommunen so geht. Günther Edlmann erinnerte auch, dass neben den laufenden Kosten auch die millionenschwere Investition in die Gebäude mit angerechnet werden müssen. Dazu sagte Zweite Bürgermeisterin Anita Meisl, „Dass wir ganze Paläste für unsere Kinder bauen, die dann aber nachmittags leer stehen würden.“ Auch Schmidinger, der konstatierte, dass sich ihm allein beim Begriff „Defizit“ die Haare aufstellen würden, forderte mehr Sparsamkeit beim Betrieb der Kitas ein, um das Minus zu vermindern. „Vielleicht hilft da auch die 20-prozentige Beteiligung des Trägers am Minus.“ ju