Amerang – Lediglich ein Bieter beteiligte sich an der Ausschreibung für die Garten- und Landschaftsbauarbeiten. Nach Prüfung durch das beauftragte Landschaftsarchitekturbüro wurde vorgeschlagen, den Auftrag an das Angebot über 648000 Euro zu vergeben.
Spielgeräte und
Stützmauer
In der genehmigten Kostenberechnung 2022 waren für diese Vergabeeinheit 603000 Euro angesetzt. Allerdings hat der Gemeinderat zwischenzeitlich zusätzliche Ausgaben für ein weiteres Spielgerät (Kletteranlage für 15500 Euro) sowie die Errichtung einer Stützmauer im Bereich des, an der Gebäudenordseite vorgesehenen Zugangs zu den Vereinsräumen in Höhe von 34400 Euro genehmigt. Hieraus ergibt sich laut Bürgermeister Konrad Linner (GLA) ein aktualisiertes Budget von über 653000 Euro.
Daneben enthalte die Auftragssumme Ausgaben von 33400 Euro für Leistungen, die nicht den Freianlagen, sondern der Herstellung der öffentlichen Erschließungsanlage „Vodermaier-Garten“ zuzuordnen sind. Damit verbleibe eine projektbezogene Auftragsteilsumme von 615000 Euro, wodurch die Kostenberechnung um rund 38000 Euro unterschritten werde, erläuterte Linner.
Ergänzend zur Beschlussfassung über die Beauftragung des Gewerks Estricharbeiten in der Sitzung des Gemeinderates im September informierte Bürgermeister Linner darüber, dass das niedrigste Angebot mit einer ungeprüften Angebotssumme von 317000 Euro ausgeschlossen werden musste, da das Angebot unvollständig war und der Bieter die fehlenden Unterlagen auch auf Nachforderung nicht fristgerecht vorlegt habe.
Die Vergabe sei deshalb an den weiteren Bieter mit einem Angebot von 397000 Euro vergeben worden. In der Kostenberechnung war für diese Vergabeeinheit ein Ansatz von 304000 Euro angesetzt, sodass dieses Gewerk das Budget um gut 90000 Euro überschreitet.
Darüber hinaus berichtete der Bürgermeister, dass für das Gewerk Zimmererarbeiten im Rahmen der Vorbereitung der Sonnenschutzfassade darauf hingewiesen wurde, dass die tragenden Bauteile wie Stützen und Streben eines chemischen Holzschutzes bedürfen. Im Rahmen des Nachhaltigkeitsnachweises werde die Freigabe entsprechender Mittel nur in begründeten Fällen erteilt, so Linner.
Ohne Chemie
kostet es mehr
Deshalb sei untersucht worden, ob auf den chemischen Holzschutz verzichtet und der erforderliche Schutz durch eine Anpassung der Konstruktion zur Vermeidung von Staunässe beziehungsweise einer dauerhaften Durchfeuchtung erreicht werden könne. „Im Ergebnis konnten für alle problematischen Bauteile geeignete Lösungen gefunden werden, die jedoch eine Änderung von verschiedenen Leistungen zur Folge haben,“ stellte Linner fest.
Die durch die entsprechenden Nachträge entstehenden Mehrkosten betragen insgesamt knapp 6700 Euro. Der anteilige Mehraufwand für die geänderte Ausführung der Sonnenschutzfassade beträgt anteilig 3200 Euro.
Der Gemeinderat erteilte zu beiden Punkten einstimmig seine Zustimmung.