Riedering – Mit einem einstimmigen Ja stellte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Jahresrechnung 2023 fest. Zuvor hatte Dr. Georg Kasberger (CSU), Sprecher des Rechnungsprüfungsausschusses (RPA), namens seiner Kollegen Robert Langzauner (WUS), Matthias Pummerer (FWGR) und Josef Lindner (BWGN) die Ergebnisse der örtlichen Rechnungsprüfung bekanntgegeben.
Er erwähnte, dass Anregungen des RPA aufgegriffen wurden. So wurden beispielsweise die Mieten von gemeindlichen Gebäuden angehoben. Seit 2004 war keine Anpassung mehr erfolgt. Die Herstellungsbeiträge seien einschließlich 2022 abgearbeitet worden, auch 2023 sei schon teilweise erledigt. Man habe einen Fachmann hinzugezogen, sodass alles schnell und fristgerecht abgewickelt werden konnte: „Es geht ja um recht große Beträge.“
Dr. Kasberger sagte weiter, dass der RPA auch stichprobenartig die Gewerbesteueranmeldungen überprüft habe. Er bescheinigte eine ordentliche Führung. Erstaunt habe ihn die Tatsache, dass es in Riedering 790 Gewerbebetriebe gebe. Bei den Ausgaben im Gesamthaushalt sei ebenfalls „nichts Wesentliches aufgefallen. Namens des RPA regte Dr. Kasberger an, bei den Versicherungen zu überprüfen, ob die Zahlen noch aktuell sind. Er gab der Verwaltung auch mit auf den Weg, dass auf lange Sicht ein zusätzlicher Werkstattwagen für den Bauhof Sinn mache, „weil sehr oft im Einsatz“. Hintergrund sei, dass die Abwasserentsorgung immer mehr technische Probleme verursache, für die der Bauhof spezielles Werkzeug brauche.
Insgesamt konstatierte Dr. Kasberger, dass die Verwaltungstätigkeit den haushaltsrechtlichen Vorgaben entspreche und es keine Beanstandungen gebe. Kämmerer Wolfgang Eberle wiederholte einige Zahlen aus der Jahresrechnung. So schließt der Verwaltungshaushalt mit 15,1 Millionen Euro, der Verwaltungshaushalt mit 5,2 Millionen Euro. Im Vergleich zum Haushaltsansatz (über 21 Millionen Euro) ergebe sich eine Abweichung von 1,5 Millionen Euro. Dass bei den Investitionen über 6,9 Millionen Euro weniger ausgegeben wurden, erscheine auf den ersten Blick gut, bedeute aber nicht, dass man diese Summe eingespart habe. Diese Investitionen sind nur geschoben und stehen daher in den kommenden Jahren an. Laut Eberle wurde auf die geplante Kreditaufnahme und auf die Rücklagenentnahme verzichtet. Stattdessen habe man knapp 3,6 Millionen Euro der allgemeinen Rücklage zuführen können. Die hohe Rücklage von über neun Millionen Euro sei gut für die anstehenden Investitionen: „Da stehen einige Projekte in der Warteschlange.“elk