Einbrecher am Schloßberg aktiv

von Redaktion

Täter haben es auf teure Räder abgesehen – Über 30000 Euro Schaden

Stephanskirchen – Elf Einbrüche und 30000 Euro Schaden – eine Serie an Einbrüchen hat die Stephanskirchener ereilt. Im Ortsteil Schloßberg wurden in der Nacht auf 6. November gleich mehrere Einbrüche gemeldet. Allesamt im Salinweg, Angerweg, Schloßweg und in der Sepp-Zehentner-Straße. Die Täter hatten es dabei auf hochwertige Fahrräder abgesehen, die in Tiefgaragen abgestellt waren.

Keine
Einbruchsspuren

Der erste Einbruch wurde in einem Mehrfamilienhaus bemerkt. Wie die Polizei mitteilt, müssen sich die Täter zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens Zutritt zur Tiefgarage verschafft haben und haben dort zwei E-Bikes sowie einen Satz Winterreifen mitgehen lassen. Wie die Einbrecher in die Tiefgarage gelangten, müssten die weiteren Ermittlungen ergeben, erklärt Polizeihauptkommissar Robert Maurer auf Nachfrage des OVB. Die Spurensicherung fand keine Aufbruchsspuren an den jeweiligen Zugangstüren. Die Winterreifen wurden später in einer Seitenstraße gefunden. Die Täter wurden möglicherweise gestört oder hatte keine Möglichkeit mehr, die Reifen abzutransportieren.

Im gleichen Tatzeitraum versuchten Unbekannte, in ein Anwesen eines 65-jährigen Mannes einzudringen. Der Mann stellte am nächsten Morgen an seiner Haustür Aufbruch- beziehungsweise Hebelspuren fest. Auch der Schließzylinder an der Tür war beschädigt worden und funktionierte nicht mehr. Allerdings ist es den Tätern laut Polizei nicht gelungen, in das Haus des 65-Jährigen zu gelangen. Ob die Tat mit den Tiefgaragen-Einbrüchen in Zusammenhang steht, kann die Polizei nicht mit Sicherheit sagen.

Wie Polizeihauptkommissar Robert Maurer berichtet, haben sich im Nachgang weitere Bürger bei der Polizei gemeldet und von Einbrüchen berichtet. „Derzeit liegen elf Fälle von Einbrüchen vor.“ Und alle Vorfälle weisen das gleiche Muster auf: Die Täter drangen in Tiefgaragen von Mehrfamilienhäusern ein. Abgesehen hatten sie es dabei vor allem auf eins: Fahrräder. Egal, ob Rennräder, E-Bikes oder Mountainbikes – Hauptsache teuer. Die Gesamtschadensumme der elf Einbrüche beläuft sich laut Maurer auf 30100 Euro.

Die Polizei geht davon aus, dass die Täter mit einem Lieferwagen unterwegs gewesen sind. „Entweder hatten sie aufgrund der vielen Räder keinen Platz mehr für die Winterreifen oder sie wurden während des Diebstahls gestört“, erklärt Maurer.

Der Kommissar empfiehlt den Bürgern daher, die Augen offenzuhalten. „Wenn im Wohngebiet plötzlich ein unbekannter Transporter oder Kastenwagen parkt, der einem verdächtig vorkommt, macht es Sinn, sich das Nummernschild zu notieren oder mit dem Handy zu fotografieren.“ Er appelliert auch, sich bei einem „schlechten Gefühl lieber einmal mehr“ an die Polizei zu wenden.

Ob die Tiefgaragen vorher ausgespäht wurden oder die Täter diese kannten, ist noch unklar. Auch Markierungen wie Kreidestriche an der Hauswand oder Zahnstocher im Rollladen, die den Gaunern die Auskunft geben, hier wird eingestiegen, so wie man sie aus anderen organisierten Einbruchserien kennt, seien bei der Spurensicherung nicht gefunden worden. Generell seien keine Spuren von gewaltsamem Eindringen gefunden worden. „Die Täter konnten ungehindert in die Tiefgaragen reinkommen“, so der Polizeihauptkommissar. Daher gebe es nur zwei Optionen, wie die Täter reingekommen sind: Entweder in dem Moment, als jemand aus der Garage rausgefahren ist, oder aber die Tiefgarage war nicht abgesperrt.

Türen schließen –
Räder absperren

Maurer rät daher, darauf zu achten, dass Türen verschlossen sind. Wenn möglich, sollten Autofahrer erst losfahren, wenn das Tor verschlossen ist und man sichergehen kann, dass niemand ungesehen in die Garage oder das Gebäude hineinschlüpft. Außerdem sei es sinnvoll, seine Fahrräder auch in Innenräumen abzuschließen. „Am besten sperrt man das Rad mit dem Rahmen an einem festen Gegenstand ab.“ So haben die Täter nicht die Möglichkeit, ein Rad abzumontieren beziehungsweise das abgesperrte Bike einfach herauszutragen. Zudem soll dabei auf ein hochwertiges Schloss gesetzt werden. „Da wird leider oft am falschen Ende gespart.“

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