Flintsbach – „Heute machen wir einen großen Schritt zur Beseitigung der dramatischen Hochwasserschäden vom 3. Juni und können endlich, gerade noch rechtzeitig vor dem Winter, die Hauptversorgungsstraße von Falkenstein zum Petersberg und zur Hohen Asten freigeben.“ Mit diesen Worten leitete Bürgermeister Stefan Lederwascher an der Stelle, unweit der Maria-Schnee-Kapelle, oberhalb der Burg Falkenstein, wo das Hochwasser die größten Schäden anrichtete, den Freigabeakt ein.
Endlose
Vollsperrung
Er erinnerte mit emotionalen Worten an die dramatischen Ereignisse vom 3. Juni, als sich bisher noch nicht gesehene Wassermassen aus dem Bereich der Hohen Asten, begleitet durch einen Murenabgang über dem Berggasthof, vorbei am Petersberg, abwärts im Hundsgraben über Teile von Falkenstein ergossen.
Der Bach des Hundsgrabens bahnte sich teilweise ein neues Bett und spülte exponierte Teile der Versorgungsstraße nach unten. Letztendlich war dieses Ereignis auch verantwortlich für das Wegspülen der 700 Jahre alten Burgmauer der Burg Falkenstein. Die Schäden an der Straße waren so katastrophal, dass eine Vollsperrung erforderlich war, die seither andauerte. Das bedeutete für Petersberg und Hohe Asten, aber auch für den Forstbetrieb weite Umwege und eine wesentlich erschwerte Versorgung. Es gab Zeiten der Unerreichbarkeit. Umso erfreuter und dankbar zeigte sich Bürgermeister Stefan Lederwascher, dass es im Rahmen einer konzertierten Aktion mit der Forstverwaltung Brannenburg (Eigentümer Fa. Henkel), dem Berggasthof Hohe Asten, dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und der Gemeinde Flintsbach gelang, die Straßenwiederherstellung in Auftrag zu geben.
Die geofachliche Aufsicht übernahm Dipl.-Geologe Klaus Smettan. Mit den Arbeiten wurde der Flintsbacher Baggerbetrieb Klaus Barth beauftragt. Ein Glücksfall wie Bürgermeister Stefan Lederwascher meinte, hat doch diese Firma auch den komplizierten Originalfahrweg zur Burg Falkenstein vorbildlich rekonstruiert. Die Herausforderung bei der Erneuerung der Versorgungsstraße zum Petersberg und zur Hohen Asten stellte die Fundamentfassung dar. Eine bis zu sieben Meter hohe Mauer, gegründet im Fels des darunter liegenden Steilhanges, dient der dauerhaften Sicherung der mit schweren Fahrzeugen befahrenen Straße. Eine Fülle von Lastwagenfahrten mit Aufschüttgut wurde benötigt, um die Fahrbahn auf das Niveau von vor dem Hochwasser zu bringen.
Die sechswöchige schwierige Baumaßnahme ist nun abgeschlossen. Mit der Freigabe ist die ungehinderte Zufahrt zum Petersberg und zur Hohen Asten wieder möglich. Gerade für die Petersberggaststätte, aber auch für die Hohe Asten ist dies ein entscheidender Vorteil, können doch jetzt auch wieder Ausflügler, die den schmalen Steig aus unterschiedlichen Gründen mieden, nun ohne Hindernis sowohl zur geschichtsträchtigen Petersbergkirche mit Gaststätte und dem Berggasthof Hohe Asten kommen.
Komplizierte
Baumaßnahme
Nach dem Durchschneiden des Bandes und der damit verbundenen Straßenfreigabe bedankte sich Diplom-Geologe Klaus Smettan bei Bürgermeister Stefan Lederwascher für die gute Koordination der nicht einfachen Baumaßnahme. Wörtlich meinte Dipl.-Geol. Klaus Smettan, „Du warst regelmäßig auf der Baustelle und hast so durch schnelle Entscheidungsfindung die Projektfertigstellung verbessert und beschleunigt“. Nach der Freigabe trafen sich die Beteiligten im Café Ratschiller, in der „Alten Post“ Fischbach, zum fachlichen Austausch.