Halfing – Man kannte ihn im Halfinger Orts-, Vereins- und Geschäftsleben. Jetzt verstarb Ambros Huber im Alter von 93 Jahren. Nach einem von Pater Christoph und dem Kirchenchor feierlich gestalteten Gottesdienst begleiteten neben seiner Familie außergewöhnlich viele Freunde, Vereinskollegen und Geschäftspartner Ambros Huber auf seinem letzten Erdenweg.
Geboren und aufgewachsen ist er in Halfing als Sohn des Wagnermeisters und Kaufmanns Ambros Huber und seiner Frau Maria. Nach dem Besuch der Volksschule in Halfing sowie der Realschule in Rosenheim absolvierte er eine Lehre als Mechaniker und war danach beim Straßenbau- und Flussbauamt Rosenheim sowie bei Alpma in Rott beschäftigt, ehe ihn sein beruflicher Werdegang zur Firma MAN in München führte.
1954 lernte er beim Tanzen seine Traudl kennen. 1956 schlossen sie den Bund fürs Leben. Der Ehe entstammen die Söhne Ambros, Robert und Karl, die mit den Enkeln und Urenkeln für beide stets die größte Freude im Leben waren.
1962 entschied er sich für den Weg in die Selbstständigkeit und gründete gemeinsam mit seiner Frau Traudl eine Firma für Werkzeug- und Maschinenbau. Nach den Anfangsjahren mit einer kleinen Werkstatt in der Holzhamer Straße zogen Familie und Betrieb 1972 ins neu erbaute Wohnhaus mit Produktionsräumen im Mühllandweg. Aufgrund des Fleißes von Ambros und Traudl Huber sowie dessen außergewöhnlichen Erfindungsreichtums wuchs die Firma stetig an. Die Erfolgsgeschichte setzte sich auch nach der Betriebsübergabe an seinen Sohn Joss fort, sodass sich der Familienbetrieb 2008 mit dem Umzug ins neue Halfinger Gewerbegebiet erneut erweiterte. Die erfolgreiche Firma war sein Lebenstraum und bei allen Entwicklungsschritten war Ambros mit seinen umfangreichen Kenntnissen stets mit Rat und Tat beteiligt.
Doch auch neben seinem Hobby „Firma“ war Ambros vielseitig aktiv. Er war von 1972 bis 1978 im Gemeinderat engagiert und am Tagesgeschehen stets interessiert. Außerdem war er ein begeisterter Schütze bei der Halfinger Schützengesellschaft Eintracht, wo er 73 Jahre lang treues Mitglied war. Für seine Verdienste um den Schützensport erhielt er zahlreiche Ehrungen wie den Chiemgau-Adler und die silberne Gams. Im Stüberl des Vereins genoss er die Geselligkeit. Er liebte Reisen sowie Bergwanderungen und Spaziergänge, die er auch im hohen Alter noch häufig unternahm.
Ein schwerer Schicksalsschlag war für ihn der Tod seiner geliebten Traudl im Juni 2024, von dem er sich bis zuletzt nicht wirklich erholte. Am Friedhof erinnerte Schützenmeister Paul Anner von den Eintrachtschützen an viele schöne Momente mit Ambros, ehe sich die Vereinsfahnen von Feuerwehr, Musik- und Gesangverein sowie den Eintrachtschützen zum letzten Gruß am Grab senkten.böp