Keine Zebrastreifen für Kreisstraße

von Redaktion

Landratsamt lehnt Antrag der Gemeinde Großkarolinenfeld ab

Großkarolinenfeld – Auf der Rosenheimer Straße in Großkarolinenfeld wird es auch weiterhin keine Zebrastreifen geben. Eine entsprechende Stellungnahme des Rosenheimer Landratsamtes hat Bürgermeister Bernd Fessler (Parteifrei) in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates bekannt gegeben.

Anregung aus der
Bürgerversammlung

In der Bürgerversammlung der Gemeinde hatte ein Bürger die Verkehrssituation an der Rosenheimer Straße bemängelt. Er berichtete, dass es im Bereich Friedhof und auf Höhe der Wendelsteinstraße kaum möglich sei, als Fußgänger die Straße zu queren. Daher wünsche er sich zwei Zebrastreifen. In der Diskussion in der Bürgerversammlung hatten sich zahlreiche Bürger ebenfalls zu Wort gemeldet und kritisiert, dass die Autofahrer dort viel zu schnell unterwegs seien. In dem Bereich gilt Tempo 50. Einige Wochen nach der Versammlung beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Thema.

Bürgermeister Fessler erklärte, dass nicht die Gemeinde, sondern der Landkreis für die Kreisstraße zuständig sei. Man könne lediglich Anträge stellen. Das Gremium einigte sich darauf, diesen Weg zu gehen – und inzwischen ist die Antwort der Unteren Straßenverkehrsbehörde des Landkreises auf diesen Antrag eingetroffen.

„Wie wir schon vermutet haben, war die Rückmeldung nicht positiv“, so Fessler. Die Straßenverkehrsbehörde begründete, dass ein Fußgängerüberweg nicht in Bereichen angelegt werden dürfe, in welchen beidseitig eine Bushaltestelle liege. Denn wenn ein Bus halte, sei die Sicht auf den Fußgängerüberweg eingeschränkt. Sowohl im Bereich des Friedhofes, als auch nahe der Wendelsteinstraße, befinden sich aber solche beidseitigen Bushaltestellen. Das Landratsamt gab außerdem an, dass sich an der Kreuzung zur Kolbermoorer Straße bereits ein Fußgängerüberweg an der Ampel sowie am Ortsausgang eine Querungshilfe befinden. Die Umwege seien zumutbar.

136000 Fahrzeuge
im Monat

Wie Christian Baumann, der Geschäftsleiter der Gemeindeverwaltung berichtete, hat man zwischenzeitlich auch eine sogenannte Topo-Box im entsprechenden Bereich der Kreisstraße installiert. Diese misst die Verkehrsströme und die Geschwindigkeiten. Im Zeitraum zwischen 25. November und 19. Dezember sei sie in Betrieb gewesen und habe rund 136000 Autos, Motorräder und Lkw gezählt.

Das Verblüffende dabei: Der Großteil der Verkehrsteilnehmer bewegte sich dort bis maximal 54 Stundenkilometer fort – also durchaus angemessen. Lediglich unter einem Prozent der Fahrer, in Summe rund 650 Verkehrsteilnehmer, waren schneller dran. „Das Gefühl, dort werde immer viel zu schnell gefahren, ist subjektiv“, so Baumann. Das Problem mit zu hohen Geschwindigkeiten stelle sich zumindest im Messzeitraum nicht dar.

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