Zum Bericht „Keine Zebrastreifen für Kreisstraße“, erschienen im Lokalteil:
Leider ist es hierzu wie im schlechtesten Sinne erwartet, zu einer Ablehnung eines Zebrastreifens durch die zuständige Behörde gekommen. Es zeigt sich wieder einmal, wie Behörden auf solche Bürgerinitiativen reagieren, auch wenn es, wie in diesem Fall, um die Schulwegsicherheit geht. Einen passenden Paragrafen oder eine Vorschrift finden und sofort alternativlos ablehnen, bevor falsche Hoffnungen aufkommen. Aber wer will denn schon an der Wendelsteinstraße den circa 200 Meter langen Umweg laufen, wenn man nur fünf Meter über die Straße den Bus erreicht. Sein Kind über den ungeschützten Fahrradweg zwischen Schallschutzwand und Lkw-Verkehr entlang bis zur Querungshilfe am Ortsausgang, wo noch höhere Geschwindigkeiten herrschen, laufen zu lassen, wird mit Sicherheit kein Elternteil akzeptieren. Dass hier an gleicher Stelle schon ein Radfahrer ums Leben kam, ist schon in Vergessenheit geraten.
Meines Erachtens könnte man die nördliche Haltestelle auch um den erforderlichen Abstand zum Zebrastreifen nach Westen verschieben. Das Ergebnis der Geschwindigkeitsmessung kann man auch anders lesen. Die 650 Geschwindigkeitsverstöße im Monat von 136000 Bewegungen kann man als geringfügig bewerten, sie bedeuten aber immer noch 7800 Verstöße im Jahr.
Am Ende braucht man sich nicht wundern, wenn sich Eltern auch für die „Auto-Lösung“ entscheiden und die Kinder bis auf den Schulhof fahren.
Sebastian Baumann
Großkarolinenfeld