Großkarolinenfeld – Über ein aktuelles Thema, mit dem sich im Moment fast alle Kommunen im Landkreis Rosenheim beschäftigen, beriet nun auch der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Großkarolinenfeld: die Fundtierpauschale.
Grundlage war ein Antrag des Tierschutzvereins Rosenheim auf Erhöhung der Fundtierpauschale von 0,50 Euro pro Einwohner auf einen Euro pro Einwohner, wie Bürgermeister Bernd Fessler informierte. Begründet wurde dieser Antrag mit den finanziellen Engpässen des Vereins.
Bernd Fessler erläuterte den Hintergrund: Mit der Fundtierpauschale wird vom Tierschutzverein Rosenheim die Aufnahme aller Fundtiere aus dem Gemeindegebiet Großkarolinenfeld im Tierheim Kolbermoor zugesagt. Im Jahr 2023 wurden der Gemeinde neun abgegebene Fundtiere aus dem Gemeindegebiet – sieben Katzen und zwei Hunde – gemeldet. 2024 waren es sieben, davon fünf Katzen, ein Wellensittich und eine Schildkröte.
2023 betrug die Fundtierpauschale der Gemeinde 3722 Euro. Auf die im Jahr konkret versorgten neun Fälle berechnet, zahlte die Gemeinde also 414 Euro pro Fundtier. 2024 belief sie sich die Fundtierpauschale auf 3720 Euro. Nach Adam Ries erhielt der Tierschutzverein 2024 von der Gemeinde Großkarolinenfeld also 531 Euro pro Fundtier.
Auch im Vergleich mit anderen Gemeinden, so war im Verwaltungsausschuss zu erfahren, sei eine Pauschale von einem Euro pro Einwohner einfach zu viel. Bürgermeister Fessler erläuterte: „Würde man die Pauschale lediglich auf 0,75 Euro pro Einwohner erhöhen, müsste die Gemeinde einen Betrag von 5532 Euro zahlen. Erhöht man auf 0,60 Euro pro Einwohner läge die Fundtierpauschale bei 4426 Euro pro Einwohner“.
Das, so war aus dem Gremium zu hören, sei durchaus ausreichend. Deshalb lehnte der Verwaltungsausschuss die beantragte Erhöhung ab 2025 auf einen Euro pro Einwohner ab. Trotzdem gibt es künftig etwas mehr Unterstützung für den Tierschutzverein Rosenheim. Die Fundtierpauschale wurde für die Zukunft auf 0,60 Euro pro Einwohner erhöht. Durch diese 20-prozentige Erhöhung sollten die gestiegenen Kosten der letzten Jahre aufgefangen werden. Der Beschluss wurde mit 6:1 Stimmen gefasst. ws