Flintsbach – Immer, wenn man denkt, der letzte Ball der Faschingsgesellschaft Flintsbach-Fischbach lässt sich nicht mehr überbieten, kommt ein neuer Höhepunkt. Dieses Mal war es der Gildeball im Apachen-Pub, und der gefüllt bis zum letzten Platz: Wobei „Pub“ stark untertrieben ist, schließlich handelt es sich um einen riesigen Stadl, der nur für die Faschingsnarrischen aufgebaut wird.
Sechs Faschingsgilden
zeigen ihr Bestes
Dank sechs fantastischer Faschingsgilden aus der Region einschließlich der Gastgebergilde Flintsbach war beste Unterhaltung und Stimmung garantiert. Die jeweiligen Prinzenpaare mit ihren Garden begeisterten durch atemberaubende Choreografien, farbenprächtige Kostüme und eindrucksvolle Showeinlagen.
Den Auftakt machte die Faschingsgesellschaft Prienarria mit Prinzessin Johanna II., bezaubernde Hüterin über Recht und Gesetz aus dem malerischen Seenland sowie Prinz Franz II., schwindelfreier Herrscher über Zierbund und Berge aus dem schneereichen Grenzgebiet. Die Garde setzte mit ihrem Mix aus
Rock-‘n‘-Roll-Songs und Melodien aus bekannten Agenten-Thrillern den ersten Höhepunkt und begeisterte mit schnellen Kostümwechseln, vielen Hebefiguren und bekannten Szenen aus Agentenfilmen das Publikum. Sogar der Elferrat verkleidete sich in diesem Jahr, was für Prien absolut neu ist.
Die Faschingsgilde Aschau setzte den idealen Kontrast dazu. Sie bot eine klassische Darbietung, passend zu ihrem Thema „Bella Venezia – Aschau im Glanz des Maskenballs“. Ein Augenschmaus an Power und Einfallsreichtum. Viel Applaus war der Lohn. Die Show stahlen den Mädels aber die vier Aschauer Buam, die im Ballröckchen unwiderstehlich waren. Das mit Spannung erwartete Showprogramm der Faschingsgarde Rosenheim erfüllte einmal mehr alle Erwartungen. Die Darbietung stand ganz im Zeichen des diesjährigen Mottos: Mission Rosalia – Undercover am Max-Josefs-Platz. Das Publikum ließ sich spontan hineinziehen in die faszinierende Welt voller Geheimnisse, Charme und Agenteneleganz, inspiriert von Filmlegenden wie James Bond, Mission Impossible und Men in Black. Und mittendrin das Prinzenpaar Prinz Andreas IV. und Prinzessin Sophia I. Was da an Akrobatik, Power und Tanzkunst gezeigt wurde, war einfach nur Spitze und kaum mehr zu toppen.
Direkt nach den Rosenheimern aufzutreten, ist nicht so einfach. Die Faschingsgilde Bad Aibling setzte aber mit Leichtigkeit einen weiteren Höhepunkt unter dem Motto: „Einmalig und unvergessen – Bad Aibling feiert die One Hit Wonder“. Noch nie gab es in der Geschichte der Gilde so viele Akteure. 18 Tänzerinnen, umgarnt von vier Tänzern, begeisterten das Publikum durch eine perfekte Power-Show – mit tollen Melodien, perfekten Drehungen und eindrucksvollen Hebefiguren.
Das Prinzenpaar Johanna I. und Thomas IV. sollte im Anschluss mit ihrer Showeinlage die Darbietung krönen. Doch seine Prinzessin war aus wichtigen Gründen nicht zugegen. Schnell sprang die gastgebende Prinzessin Annalena I. ein und legte mit ihrem „neuen“ Prinzen einen perfekten Walzer auf die Bretter. Bravo!
Die Faschingsgilde Vogtareuth gab sich heuer ein eindeutiges Motto „Verrückt und Grenzenlos – Vogtareuth im Festivalmodus“. Prinzessin Franziska I. – schillernde Regentin über Tanz und Glanz aus dem Palast der heilenden Hände – und Prinz Florian I. – Herrscher über Zahlen und Schnellstraßen aus dem Reich des wilden Nachtlebens – verkörperten das Motto perfekt. So überraschte es nicht, dass sie gemeinsam mit der Garde und in buntglitzernden Kostümen das Publikum durch ihren Showtanz mitrissen. Langanhaltender Applaus war der Dank dafür.
Ballgäste tanzen
in den Morgen
Die gastgebende Faschingsgesellschaft Flintsbach-Fischbach krönte um Mitternacht den Ball durch ihr Showprogramm. Mit kämpferischer Gestik und Aufmachung schützte der Elferrat die hübschen Mädchen ihrer Faschingsgarde und vor allem das Prinzenpaar. Unter dem Motto „Hellas Karnavali – Flintsbach im antiken Griechenland“ setzten die Gardemädchen einen weiteren Höhepunkt des Showabends, nur noch getoppt vom Tanz des Prinzenpaars Annalena I., der reizenden Göttin überm Mondscheinwinkel und Michael I., dem großen Sohn vom Olymp der Falken, die ihr Bestes vor einheimischem Publikum gaben. Absolut sympathisch in ihrer Ausstrahlung.
Dann hieß es Tanz und Musik für alle Ballgäste. Die Partyband Huradax sorgte im Apachen-Pub für beste Tanzmusik. Ob Wiener Walzer oder mitreißende Partysounds – der Abend bot für jeden Musikgeschmack das Richtige.