„Zamhoitn“ ist das Geheimnis für 60 Jahre Ehe

von Redaktion

Marianne und Max Zangerl feiern diamantene Hochzeit – Heirat im Schneechaos

Rott – Diamantene Hochzeiten sind selten. 60 Jahre Ehe sind nicht vielen vergönnt. Marianne und Max Zangerl konnten dieses besondere Ehejubiläum nun feiern. Max Zangerl, im vergangenen Jahr 90 Jahre alt geworden, blickt auf einen Lebensweg als Schreinermeister, Firmenchef, Kommunalpolitiker, Mitwirkender für die Kreishandwerkerschaft sowie Unterstützer für den ASV und ganz Rott zurück. Seine Frau Marianne hat ihn immer unterstützt. Sie wird im Juli 85 Jahre alt.

Marianne Zangerl wurde 1940 als fünftes von sieben Kindern von Plazidus und Maria Gerer auf dem Bauernhof in Ramerberg geboren. Beide tanzten gut und gern, und so kam es, dass es bei „Wiener Blut“ in der alten ASV-Halle funkte. Eigentlich wurden die Tänze vorbestellt bei den Damen, aber Max setzte sich darüber hinweg und meinte zu den Sitzengelassenen: „I beiß scho net oba.“

1965 haben die beiden kirchlich und standesamtlich geheiratet. Die Wetterbedingungen waren an diesem Tag chaotisch. Es schneite sehr stark. Marianne und ihre Mutter fuhren zum Friseur und blieben im Schnee stecken. Ihr Vater fuhr extra, er wollte den Trauzeugen machen und blieb ebenfalls stecken. Mit Verspätung konnte die Trauung schließlich beginnen.

Als dann alle endlich da waren, machte der Pfarrer Nägel mit Köpfen. Er verzichtete auf lange Ansprachen und ließ die beiden gleich unterschreiben. Denn es pressierte, Marianne war mit ihrer ersten Tochter Christina schwanger. 1967 wurde Sohn Max geboren und 1973 Tochter Claudia. Marianne arbeitete im Schreinerbetrieb im Büro mit, bewältigte den Umzug von der Bahnhofstraße in das neue Firmengelände in Meiling, zog die Kinder groß und machte den Haushalt.

Nach dem Geheimnis einer langen Ehe gefragt, sagt Marianne Zangerl: „Wir hom hoit zamghoitn“. Das sei das Wichtigste. Das bestätigt auch ihr Mann. Er sagt: „Sie ist mein Anker und mein Ruhepol.“

Jetzt fahren die beiden erst einmal eine Woche nach Bad Füssing. „Zum Runderneuern“, lacht Marianne Zangerl. Zur diamantenen Hochzeit darf man sich etwas wünschen. Da sind sich beide einig: Nicht mehr so gut auf den Beinen wünschen sie sich Gesundheit und eine schöne Zeit.hri

Artikel 1 von 11