500 Kilo Fische geborgen

von Redaktion

Kreisfischereiverein startet aufwendige Aktion im Inn bei Pfaffenhofen

Pfaffenhofen/Landkreis Rosenheim – Niedriger Wasserstand im Inn: Der Kreisfischereiverein Rosenheim rettete kürzlich in einer aufwendigen Aktion zahlreiche Fische aus den trockenfallenden Altwasserflächen in Pfaffenhofen.

Die Helfer waren für die Situation gut vorbereitet und wussten um die Schwierigkeiten einer solchen Rettungsaktion. Bei einer zu großen Restwasserfläche werden die Fische eher aufgescheucht als geborgen. Ist die Schlammschicht zu tief, könnten Helfer im Schlamm stecken bleiben.

Auch die gängigen Methoden der E-Befischung oder der Befischung mit dem Zugnetz sind dann nicht mehr möglich. Eine abgebrochene Rettungsaktion hätte die Situation sogar verschlimmern können, da die Fische mehr Sauerstoff verbrauchen und aufgewirbelter Schlamm die Lage zusätzlich erschwert. Die Gewässerwarte entschieden sich daher zunächst für eine Beobachtung der Lage.

Am vergangenen Sonntag war es dann soweit. Gewässerwart Max Degenhart und vier Helfer rückten mit der notwendigen Ausrüstung an: Fischtransportbehälter auf einem geländegängigen Fahrzeug, Sauerstoffflasche, Zugnetz, Kescher und Eimer. Wider Erwarten ließ sich das Zugnetz gut handhaben. Der Fang überraschte alle. Das Netz war gefüllt mit großen und mittleren Brachsen, Schleien und Hechten.

Insgesamt wurden Fische mit einem Gesamtgewicht von rund 500 Kilogramm geborgen und in den tieferen nördlichen Teil des Altwassers umgesetzt.

„Die Maßnahme war ein voller Erfolg, mit dem keiner so gerechnet hatte“, freut sich Max Degenhart. Weitere Helfer waren Maximilian Lüdke, Markus Straßmeier, Felix Bacher und Stefan Hübner, alle Mitglieder des Kreisfischereivereins Rosenheim.

Um solche Notlagen zukünftig zu vermeiden, will sich der Kreisfischereiverein Rosenheim beim Kraftwerksbetreiber für eine Entlandungsmaßnahme im südlichen Teil des Altwassers einsetzen.

Artikel 7 von 11