Neubeuern – Der amtierende Bürgermeister von Neubeuern, Christoph Schneider, strebt eine zweite Amtszeit an. Ein Jahr vor den Kommunalwahlen hat Schneider seine Bereitschaft erklärt, ab 2026 erneut für das Amt des Neubeurer Bürgermeisters kandidieren zu wollen. Wie Schneider in einer Pressemitteilung verlautbart, habe er sich in den letzten Wochen intensiv mit seinem Umfeld ausgetauscht und die Entscheidung getroffen, im Jahr 2026 wieder zu kandidieren.
Schneider blickt trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen auf eine „gute Wahlperiode“ zurück. „Es ist mir, denke ich, gelungen, für Ruhe und Sachlichkeit im Gemeinderat zu sorgen. Daneben haben wir einige wichtige Großprojekte realisieren können und trotz hoher Neuverschuldung klug und langfristig investiert“, so der 33-jährige Familienvater. Für die kommende Periode sieht Schneider viel Arbeit auf die Gemeinderäte, die Angestellten und die Bevölkerung Neubeuerns zukommen.
„Wir werden im Jahr 2026 sehr intensiv mit der Weiterentwicklung des Gewerbegebiets Heft befasst sein. Da wird weiterhin eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zur Eigentümerfamilie und zu den potenziell ansässigen Firmen wichtig sein“, erläutert Schneider.
Die Stabilisierung der Gemeindefinanzen sieht er als eine der größten Herausforderungen der nächsten sechs Jahre. „Die Einnahmensituation muss über die Gewerbesteuer verbessert werden, damit wir Schulden zurückführen und weiterhin ein ansprechendes Niveau bei der kommunalen Infrastruktur aufrechterhalten können.“ Auch in Bezug auf das Gemeindepersonal sieht Schneider Handlungsbedarf.
„Der Umbruch in Richtung Dezentralität und Eigenverantwortung muss in einigen Bereichen noch verbessert werden. Da müssen wir noch die Profile schärfen, um zukunftsfähig zu sein. Einfachere Verwaltungsvorgänge dürfen nicht vom Bürgermeister abhängig sein.“ Georg Spatzier, Sprecher der Unabhängigen Neubeurer, die Schneider 2019 bei den Bürgermeisterwahlen aufgestellt hatten, betont, dass die Unterstützung Schneiders in seiner Gruppierung „ungebrochen sei“. „Schneiders Kandidatur 2019 war im Rückblick ein Glücksfall für die Gemeinde“, so Spatzier.
Die Entwicklung der Gemeinde sei in den letzten Jahren äußerst positiv vorangeschritten. „Themen wie die Nachverdichtung, alternative Wohnformen, die Stärkung unserer Hohenau-Schule, der Einsatz um Abfahrverbote an Blockabfertigungstagen oder auch das Schaffen von neuen Kinderbetreuungsplätzen beziehungsweise der Coup des neuen Rathauses – Schneider hat es geschafft, viele Herausforderungen parallel anzugehen und zu lösen.“
Spatzier sieht das Vertrauen der Bürger in das Rathaus als Hauptargument für eine Wiederwahl Schneiders: „Auch wenn manche Fragestellungen nicht immer zu aller Zufriedenheit zu lösen sind, das Rathaus ist in den letzten Jahren für viele Bürger wieder eine Vertrauensinstitution geworden. Man findet in jeder Angelegenheit ergebnisoffen Gehör“, so Spatzier.