Erweiterung für Gewerbegebiet nimmt Gestalt an

von Redaktion

Gemeinderat Halfing stimmt mit 10:1 Stimmen für Erschließungsplan

Halfing – Dem Erschließungsplan für die Erweiterung des Halfinger Gewerbegebiets „Am Graben“ stimmte der Gemeinderat Halfing jüngst mit einer Gegenstimme zu.

Zuvor stellte Ineke Gonschorek vom Traunsteiner Ingenieurbüro SAK den Erschließungsplan vor. Die Fahrbahn in Nord-Süd-Richtung ist mit sechseinhalb Metern Breite, beidseitigen Granit-Einzeilern inklusive Muldenentwässerung und einem halben Meter Bankett geplant. Die nach Osten abknickende Verlängerung erhält aufgrund des Gefälles auf der einen Seite einen Granit-Einzeiler und auf der tiefer gelegenen Seite einen Granit-Zweizeiler. Für die Einfahrten werden die Mulden unterbrochen. Die Breite begründete Gonschorek damit, dass sich dort sehr häufig Lkw begegnen.

Bodengutachten
steht noch aus

Die Erkundung ist laut Gonschorek abgeschlossen, das Bodengutachten fehlt jedoch noch. Möglicherweise müsse der Boden ausgetauscht und mit einem Geotextil versehen werden. Mit der Telekom, dem Bayernwerk und den Stadtwerken wurde die Versorgung mit Glasfaser, Strom, Beleuchtung und Trinkwasser abgestimmt. Drei Kaufinteressenten gibt es bereits. Die übrigen weißen Felder markieren Gonschorek zufolge die noch nicht beplanten Grundstücke. Alle Grundstücke haben eine Höhenfestsetzung erfahren.

Sepp Stettner (FWH) hakte beim Bankett und den Mulden nach. Die Straße sei breit genug geplant, aber für den Fall der Fälle sei ein standfestes Bankettmaterial geplant, erklärte Gonschorek. Eine Mulde zähle als öffentlicher Straßenraum. Diese instandzuhalten, also beispielsweise zu mähen, sei Aufgabe der Gemeinde.

Sepp Murner (HWV) wollte wissen, warum keine Rigolen vorgesehen seien. Die Mulde besitze eine ausreichend natürliche Dichtheit, so Gonschorek. „So sparen wir eine teure Reinigungsanlage.“ Im Übrigen gebe es einen reichen Erfahrungsschatz. „Wir bauen die seit Jahren ein.“ Und: Der Einbau von Rigolen hätte noch viele weitere Vorgaben und würde das Vorhaben zeitlich verzögern. Tobias Hofer (FWH) erkundigte sich nach Hydranten. Zwei seien schon gegeben, mindestens ein weiterer komme noch hinzu. Die Planung hierfür obliege den Stadtwerken, erklärte Gonschorek.

Diskussion
um Gehweg

Johann Guggenberger (parteilos), der schon in früheren Sitzungen einen Fußweg von Nord/Nordosten her gefordert hatte, fragte nach dem Gehweg. Ein solcher sei grundsätzlich positiv, jedoch sei auch der Grünstreifen wichtig, so Gonschorek. Murner merkte an, dass ein sechs Meter breiter Grünstreifen auch in einen vier Meter breiten Grünstreifen und einen zwei Meter breiten Fußweg teilbar sei. Das Grundstück sei schon vergeben, sagte dazu Bürgermeisterin Regina Braun (CSU). Sie versprach aber eine Prüfung. Die Wegedurchlässigkeit soll in einer der nächsten Sitzungen behandelt werden.

Mit 10:1 (Guggenberger stimmte dagegen) stimmte das Gremium schließlich der Entwurfsplanung zur Erschließung für die Erweiterung des Gewerbegebiets „Am Graben“ zu. Jetzt geht es an die weitere Umsetzung des Projektplanes. Elisabeth Kirchner

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