Nußdorf präsentiert soliden Haushalt

von Redaktion

Trotz zahlreicher Herausforderungen steht die Gemeinde gut da und hat finanzielle Spielräume. Für 2025 sind zahlreiche Investitionen geplant. Vor allem die Sanierung der Gehwege und der Hochwasserschutz stehen dabei im Fokus.

Nußdorf – Die Gemeinde Nußdorf stellt auch für das Jahr 2025 einen strukturierten und gut durchdachten Haushalt auf, der trotz wirtschaftlicher Herausforderungen stabile Einnahmen und eine verantwortungsbewusste Finanzplanung vorsieht. Insgesamt beträgt das Haushaltsvolumen 7,65 Millionen Euro, wobei der Verwaltungshaushalt mit 6,71 Millionen Euro den Großteil ausmacht. Das Zahlenwerk wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates von Bürgermeisterin Susanne Grandauer (CSU/FWG) vorgestellt.

Gewerbesteuer bleibt
auf stabilem Niveau

Die wichtigste Einnahmequelle bleibt die Gewerbesteuer, die für 2025 mit 1,3 Millionen Euro veranschlagt wird. Damit liegt sie zwar unter dem Rekordwert von 1,57 Millionen Euro im Jahr 2024, doch bleibt sie auf einem stabilen Niveau und sichert der Gemeinde finanzielle Spielräume.

Erfreulich ist der deutliche Anstieg der Grundsteuer A und B, die mit 372000 Euro veranschlagt wird, was einer Steigerung von 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Zudem entwickeln sich die Einkommensteueranteile weiterhin positiv. Der Anteil für Nußdorf steigt von 2,15 Millionen Euro auf 2,25 Millionen Euro, was ein klares Indiz für eine positive wirtschaftliche Entwicklung der Einwohner ist. Die Umsatzsteuerbeteiligung wächst leicht auf 199400 Euro. Auch die Zweitwohnungssteuer trägt mit 21600 Euro zum Haushalt bei und zeigt ein Plus von 31,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Einnahmen aus Kindergarten- und Krippengebühren steigen leicht auf 140000 Euro, während die Zuschüsse für diese Einrichtungen mit 490000 Euro konstant bleiben. Für das Freibad werden nun wieder 30000 Euro an Eintritten erwartet, was als ein erfreuliches Zeichen für die Beliebtheit dieser Einrichtung zu werten ist.

Personalkosten
steigen an

Trotz der stabilen Einnahmen ist eine vorausschauende Planung erforderlich, da die Schlüsselzuweisungen des Freistaats Bayern um rund 50000 Euro auf 225940 Euro sinken. Gleichzeitig steigen einige Ausgabenpositionen, insbesondere die Personalkosten, die sich auf 1,98 Millionen Euro belaufen. Die Kreisumlage, die sich nach der Steuerkraft der Gemeinde richtet, erhöht sich um 140000 Euro auf 1,82 Millionen Euro und bleibt die größte Ausgabe der Gemeinde.

Die Gemeinde hat für 2025 zahlreiche Investitionen eingeplant. Besonders hervorzuheben ist die Restzahlung für die Sanierung der Gehwege mit 200000 Euro sowie der Hochwasserschutz am Steinbach mit 71000 Euro. Weitere Mittel sind für den Breitbandausbau (42000 Euro) und die Planung der Erneuerung der Radlbrücke Windshausen (10000 Euro) vorgesehen.

Schuldenstand
geht zurück

Trotz dieser Maßnahmen bleibt die Finanzlage solide. Die Schulden der Gemeinde reduzieren sich von 4,61 Millionen Euro auf 4,44 Millionen Euro. Die Rücklagen betragen zu Jahresbeginn 2,38 Millionen Euro, wovon 394360 Euro entnommen werden. Damit verbleiben am Jahresende solide Rücklagen in Höhe von rund 1,99 Millionen Euro, die weiterhin als finanzielle Reserve dienen.

Bürgermeisterin Susanne Grandauer zeigte sich bei der Sitzung zufrieden mit der Finanzlage der Gemeinde und betonte die Weitsicht der Finanzplanung: „Wir haben es erneut geschafft, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen, der uns nicht nur Handlungsspielräume bietet, sondern auch wichtige Investitionen ermöglicht.“ Trotz steigender Kosten und rückläufiger Schlüsselzuweisungen kann die Gemeinde weiterhin in ihre Infrastruktur und Einrichtungen investieren, ohne ihre finanzielle Stabilität zu gefährden. „Das zeigt, dass Nußdorf auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament steht“, stellte Susanne Grandauer abschließend fest.

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