Brannenburg investiert in Zukunft

von Redaktion

Gemeinde setzt Schwerpunkte bei Bildung, Infrastruktur und Fairtrade

Brannenburg – Mit einem großes Dankeschön an alle, die sich im vergangenen Jahr als Einzelperson oder innerhalb eines Vereins oder einer Institution für die Gemeinde Brannenburg engagiert hatten, begann und beendete Bürgermeister Matthias Jokisch die diesjährige Bürgerversammlung in der Wendelsteinhalle, zu der sich eine überschaubare Anzahl von Gemeindebürgern eingefunden hatte.

Einwohnerzahl auf hohem Niveau

Nach mehreren Jahren mit starkem Wachstum liegt die Gemeinde mit einer Einwohnerzahl von 7172 zum Jahresende etwa auf dem Vorjahresniveau mit 7175, so Jokisch: „Nichtsdestotrotz beschäftigen uns die Themen wie zusätzlich benötigte Plätze in Kindergarten und Schule auch noch die nächsten Jahre.“ Derzeit werden in den Brannenburger Einrichtungen 443 Kinder betreut, verteilt auf 90 Kinder bis zu drei Jahren, 245 von drei Jahren bis zur Einschulung und 108 Hortkinder. Die Nachfrage nach Ganztagesplätzen steigt bei den Anmeldungen sprunghaft an.

An der Grund- und Mittelschule stammen von 486 Kindern mittlerweile 366 Kinder aus Brannenburg. Die Pläne für die dringend benötigte Schulhauserweiterung sind schon weit fortgeschritten: In Kürze wird eine qualifizierte Kostenrechnung vorliegen und die beteiligten Gemeinden können die nächsten Schritte für die Umsetzung beschließen.

Als besondere Einrichtungen in Brannenburg lobte Jokisch auch den Jugendtreff und die intensiv genutzte Freizeitanlage in Waching sowie das umfangreiche jährliche Ferienprogramm und die erfolgreiche Arbeit der Volkshochschule mit einem erweiterten Kursangebot.

Weniger Neubauten, dafür aber mehr Umnutzungen und Erweiterungen beschäftigten 2024 das Bauamt der Gemeinde. Es wurden wieder zahlreiche Investitionen geleistet, darunter Pager für die digitale Alarmierung der Feuerwehren (87000 Euro) und Notstromaggregate (75000 Euro). Rund 93000 Euro wurden für den Straßenbau bezahlt, für die Beseitigung von Hochwasserschäden wurden 146000 Euro fällig und für das Kanalsanierungskonzept 113000 Euro. 80000 Euro wurden in die Sanierung der Wendelsteinhalle gesteckt.

Als weitere Investitionen nannte Bürgermeister Jokisch die Sanierung der Wasserhochbehälter (96000 Euro), eine gemeindliche Wohnungssanierung (75000 Euro) sowie Urnengräber auf beiden Friedhöfen für insgesamt 101000 Euro. Kontinuierlich wird auch die Kläranlage auf dem neuesten Stand gehalten: Für einen Anbau ans Rechengebäude mit Außenanlagen und maschineller Ausstattung wurden letztes Jahr 318000 Euro fällig.

Sanierungsarbeiten an der Tatzelwurmstraße und die Beseitigung von Hochwasserschäden an den Stützmauern kosteten rund 323000 Euro.

Seit September 2023 ist Brannenburg eine zertifizierte Fairtrade-Gemeinde: Mit vielen kleinen Schritten arbeiten die Kommune sowie Vereine, Geschäfte und Gaststätten an der weiteren Umsetzung der Kriterien. Für 2025 werden Geschäfte und Gaststätten gesucht, die mindestens zwei fair gehandelte Produkte im Sortiment haben sowie zusätzliche Mitstreiter bei der Umsetzung der Zielsetzungen.

Insbesondere für die ältere Generation bietet das Christliche Sozialwerk zahlreiche Angebote, um möglichst lange zu Hause betreut zu werden. Das neue SeLA-Projekt fördert das selbstbestimmte Leben und unterstützt Senioren schon vor einer Pflegebedürftigkeit. Um die wichtige Arbeit des Asylhelferkreises auf mehr Schultern zu verteilen, warb Bürgermeister Jokisch für zusätzliche ehrenamtliche Helfer.

Eine vorab gestellte Frage zur Kommunalen Wärmeplanung beantwortete Bürgermeister Jokisch ausführlich mit der Erläuterung der notwendigen Schritte bei der Durchführung, die von einer Eignungsprüfung bis zur Entwicklung einer Umsetzungsstrategie reichen.

Bei der abschließenden Aussprache meldeten sich nur wenige Bürger. Hingewiesen wurde auf die problematische Entwässerungssituation und mangelhafte Versickerung im Gebiet rund um den Kerschelweg. Bürgermeister Jokisch versprach, die Thematik überprüfen zu lassen.

Wunsch nach einem Treffpunkt

Gewünscht wurde zudem eine schnelle Wiedereröffnung des Schlosswirts, um wieder einen Treffpunkt für Geselligkeit in der Gemeinde anbieten zu können. Zudem wurden die fehlende Beleuchtung beim Durchgang von der Madronstraße zur Nußdorfer Straße kritisiert sowie der Zustand der sanitären Anlagen in der Dreifachturnhalle. Der letzte Punkt liegt allerdings in der Zuständigkeit des Landratsamtes Rosenheim, betonte Bürgermeister Matthias Jokisch.

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