Pittenhart – „Der Tod trennt – doch die Erinnerungen bleiben und verbinden“ und die Erinnerungen sind es, die Alois Eder mit seiner verstorbenen Frau Hannelore verbinden. Bereits 1987 hatte der gebürtige Pittenharter Alois Eder seine Frau in Rosenheim kennengelernt und an Hannelores Geburtstag 2009 haben die beiden dann geheiratet.
Am 16. April 1954 wurde die Verstorbene als Hannelore Kuller in Rott am Inn geboren und wuchs mit sechs Geschwistern in beengten Verhältnissen in Oberwöhr und Aising bei Rosenheim auf. Ihre Schulzeit verbrachte sie von 1960 bis 1964 in der Volksschule in Aising und von 1964 bis 1968 ab der evangelischen Schule Rosenheim. Im Anschluss an die hauswirtschaftliche Berufsschule arbeitete sie von 1971 bis 1975 bei der Firma Heinzinger in Rosenheim. Ihr weiterer beruflicher Weg führe sie zum Bundesgrenzschutz Rosenheim, wo sie bis Ende 1990 im Hauswirtschaftsbereich tätig war.
Mit 18 Jahren hatte sie Alfred Elger geheiratet, die Ehe hielt aber nicht lange und blieb kinderlos.
Ihr Berufswunsch war, im Gesundheitswesen zu arbeiten und so besuchte sie neben ihrer beruflichen Tätigkeit einige Aus- und Weiterbildungskurse im Bereich der Altenpflege. Ab dem 1. Januar 1991 war sie als vollzeitbeschäftigte Altenpflegerin im privaten Altenpflegeheim in Schonstett angestellt. Stationen als Altenpflegerin im ambulanten sozialpflegerischen Dienst und verschiedenen Altenpflegeheimen in der Umgebung folgten. Ab 2001 übernahm die berufene Altenpflegerin die Stationsleitung im Caritas-Altenheim St. Franziskus in Kolbermoor und im Februar 2005 stand ein Wechsel in die Caritas-Einrichtung Bürgerheim St. Martin in Rosenheim an, bevor es dann ab dem 1. September 2017 in den wohlverdienten Ruhestand ging.
Der Schichtdienst in den Pflegeeinrichtungen verlangte der Partnerschaft mit Alois Eder gegenseitiges Verständnis und ständige Pendlerei zwischen Pittenhart und Rosenheim ab. Gemeinsame Unternehmungen waren nur in der Urlaubszeit möglich und so kam es auch, dass ihr erster Wohnsitz zwar Pittenhart war, sie aber ihr Zuhause am Zweitwohnsitz in der Aisingerwies bei Rosenheim hatte, wo sie in einer Zweizimmerwohnung neben ihrer Schwester und deren Enkel wohnte.
Mit dem Rentenbeginn, waren eigentlich die Weichen für gemeinsames Leben mit Ehemann gestellt. Die beiden haben so manche Urlaubsreisen und Unternehmungen geplant, die berufsbedingt immer zu kurz kamen. Doch war der Start in die Rente auch von der beginnenden und stetig zunehmenden Erkrankung geprägt.
Ein Lungenkarzinom wurde diagnostiziert, nicht operabel und das brachte Einschränkungen in allen Lebensbereichen mit sich. Ein Hoffen und Bangen begleiteten die Alltage, bis dann am 25. März 2025 ihr Leben zu Ende ging. Im Rahmen eines würdevollen Trauergottesdienstes fand in der Pfarrkirche in Pittenhart die Verabschiedung statt und anschließend wurde ihre Urne auf dem Kirchenfriedhof beigesetzt. emk