Großkarolinenfeld – Bei der 154. Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Großkarolinenfeld fanden Neuwahlen für die Ämter des Kassiers und des Schriftführers statt.
Nach einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder begann die Versammlung im voll besetzten Saal des Feuerwehrhauses. Vorsitzender Markus Schrank begrüßte neben zahlreichen Mitgliedern auch die anwesenden Gemeinderäte sowie die Zweite Bürgermeisterin Lilo Wallner. Zudem waren Abordnungen der Feuerwehren Jarezöd und Tattenhausen sowie der beiden Patenfeuerwehren Kolbermoor und Westerndorf St. Peter anwesend. Von der Landkreisinspektion nahmen Kreisbrandinspektor Max Goldbrunner, Kreisbrandmeister Christian Schmidt und Ehrenkreisbrandinspektor Klaus Hengstberger teil.
Aktuell
85 Mitglieder
Schrank verlas den Bericht des Schriftführers Johannes Krämer, der krankheitsbedingt nicht dabei sein konnte, über die Aktivitäten im Jahr 2024. Der Zweite Kassier Helmut Huber präsentierte den Kassenbericht. Die Vorstandschaft wurde einstimmig von den beiden Kassenprüfern entlastet.
Kommandant Andreas Gartmeier berichtete über den aktuellen Stand der Feuerwehr, die derzeit 85 aktive Mitglieder zählt, darunter acht Frauen und zwölf Jugendfeuerwehrler. Im vergangenen Jahr traten vier Mitglieder aus, während vier neue Kameraden aufgenommen wurden: Markus Häussler, Franziska Schmidt, Annalena Fischer und Valentin Fuchs.
Insgesamt rückte die Feuerwehr 2024 zu 56 Einsätzen mit einer Einsatzdauer von 130 Stunden aus. Die Gesamteinsatzzeit betrug 1600 Stunden. Besonders zeitintensiv waren dabei zwei Hilfeleistungskontingente nach Petershausen im Landkreis Dachau und Raubling, wo zahlreiche Keller ausgepumpt werden mussten. Ein großes Problem stellten dabei ausgelaufene Heizöltanks dar, deren Inhalt sich mit dem Wasser vermischt hatte.
2024 wurden 129 Übungen mit einer Gesamtdauer von 321 Stunden durchgeführt, was einer Gesamtzahl von 3622 Personenstunden entspricht. Der Fachbereich Atemschutz umfasst aktuell 30 Atemschutzträger, die von drei Gerätewarten betreut werden. Der Bereich Maschinisten zählt 37 Personen, davon 21 mit CE/E-Führerschein und 16 mit Feuerwehrführerschein bis 7,5 Tonnen beziehungsweise 4,25 Tonnen.
Acht Übungen wurden für die Maschinisten abgehalten. Im Fachbereich Erste Hilfe sind 25 Mitglieder tätig, darunter sechs Rettungssanitäter, elf First Responder, vier Sanitäter und ein Feuerwehrarzt. Die Jugendfeuerwehr besteht derzeit aus acht männlichen und vier weiblichen Mitgliedern. Der Vorsitzende dankte in seinem Bericht Kassiererin Julia Unsicker, Schriftführer Johannes Krämer und Vertrauensmann Felix Hörfurter für ihren Einsatz, da sie sich nicht mehr zur Wahl stellten. Zudem informierte er über die im Jahr 2026 anstehende 155-JahrFeier und stellte die Termine für das Jahr 2025 vor.
Bei der anschließenden geheimen Wahl wurde Markus Schrank als Vorsitzender bestätigt, Hans Hirschvogl wurde erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neu gewählt wurden Markus Täuber als Schriftführer, Anian Kammerloher als Kassier und Helmut Huber als Zweiter Kassier. Florian Kink und Marinus Schrank wurden als Beisitzer und Vertrauenspersonen gewählt. Die Kassenprüfer Alexander Fuchs und Basti Krieger wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Langjährige
Mitglieder gewürdigt
Maximilian Huber und Lisa-Marie Schüder wurden für 20 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt. Michael Jäger, Dennis Schmidt und Kommandant Andreas Gartmeier erhielten für 25 Jahre aktiven Dienst das Silberne Ehrenkreuz des Freistaats, verliehen durch Kreisbrandinspektor Max Goldbrunner und Zweite Bürgermeisterin Lilo Wallner. Günter Rausch wurde für 40 Jahre aktiven Dienst mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Freistaats Bayern ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung erhielt der ehemalige Kommandant und Ehrenkreisbrandmeister Rudolf Huber, der zum Ehrenkommandanten der Gemeinde Großkarolinenfeld sowie zum Ehrenmitglied des Feuerwehrvereins ernannt wurde.
Zum Abschluss sprachen Kreisbrandinspektor Max Goldbrunner sowie Vertreter der Orts- und Patenvereine Grußworte. Schrank schloss die Versammlung traditionell mit den Worten „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“.