Vogtareuth – Der CSU-Ortsverband Vogtareuth geht mit Johann Bürger-Schuster als Kandidat für das Bürgermeisteramt in die Kommunalwahl 2026. Auf einer Hauptversammlung wurde der langjährige Gemeinde- und Kreisrat einstimmig nominiert. Beschlossen wurde auch, wieder mit einer offenen Liste zu den Wahlen für den Gemeinderat anzutreten. Damit können auch Kandidaten, die den Zielen der Christsozialen nahestehen, aber keine Parteimitglieder sind, sich auf der Liste 1, CSU und Parteifreie Wähler, um einen der 16 Plätze im Gemeinderat bewerben.
In seiner Vorstellung erklärte Johann Bürger-Schuster die Notwendigkeit einer gesicherten kommunalen Wasserversorgung als wichtigste politische Aufgabe für die nächsten Jahre. Diese sei Voraussetzung für die Erschließung von Bauland und eine Erweiterung des Gewerbegebiets. Gerade die Schaffung von bezahlbarem Bauland sei ein entscheidender Punkt, um dem Wegzug junger Familien entgegenzuwirken. Zudem erklärte er, dass weitere Gewerbeflächen die Voraussetzung seien, um weiter wachsende Betriebe in Vogtareuth halten und neue Firmen dazu gewinnen zu können – und damit Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Gemeinde zu sichern.
Der politische Werdegang des 54-jährigen Landwirtschaftsmeisters begann vor 35 Jahren in der CSU und der Jungen Union. 18 Jahre war Johann Bürger-Schuster Kreisrat und sitzt ebenfalls 18 Jahre im Gemeinderat von Vogtareuth; seit der letzten Wahl als Zweiter Bürgermeister.
Auch für die Dorfentwicklung hat Bürger-Schuster konkrete Pläne: Im alten Schulgebäude ist die Schaffung von Aufenthaltsräumen im Obergeschoss für die Ganztagsbetreuung geplant. Im Erdgeschoss möchte er zwei Räume vorhalten, um bei Bedarf Platz für weitere Kindergartengruppen zu haben.
In Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung könnten nicht nur viele Straßen im Gemeindebereich mit bereitgestellten Fördermitteln erneuert oder saniert werden. Auch ließen sich in die Untere Turnhalle, eine Cateringküche und ein Aufzug für einen barrierefreien Zugang einbauen, so der Kandidat. Damit wäre diese künftig als Dorfsaal und für Vereinsfeste wesentlich besser nutzbar. Für den Ortsteil Zaisering seien aktuell keine Räumlichkeiten für das Vereinsleben mehr verfügbar, da alle bislang genutzten Räume für den stark gewachsenen Kindergarten gebraucht werden. Eine Lösungsmöglichkeit sieht Bürger-Schuster durch eine Nutzung des alten Zaiseringer Feuerwehrhauses. Hier ließen sich Räume für das Vereins- und Dorfleben schaffen. Im Zuge der Dorferneuerung könnte auch das Umfeld des Feuerwehrhauses und des „Stege Bartl“-Anwesens zum neuen Dorfmittelpunkt zusammen mit dem Arbeitskreis gestaltet werden.
Seine wichtigste Aufgabe der nächsten Monate sieht Bürger-Schuster darin, geeignete Kandidaten für die Gemeinderatswahl zu gewinnen.