Ein Vierteljahrhundert Mittagsbetreuung

von Redaktion

Eggstätter Grundschule feiert Jubiläum – Neue Räume und buntes Programm

Eggstätt – Auf 25 Jahre Mittagsbetreuung kann die Grundschule Eggstätt zurückblicken. 25 Jahre, in denen sich an der Schule, im Lehrplan, im Betreuungspersonal und beim Betreuungsangebot und überhaupt im Weltgeschehen viel getan hat. Und doch steht die Mittagsbetreuung der Eggstätter Grundschule auch für Beständigkeit.

Seit Tag eins ist Rita Fenzl, Koordinatorin der Mittagsbetreuung, mit dabei. Genau wie Sylvia Fischer, die als Schulsekretärin von Anfang an tatkräftig die Mittagsbetreuung unterstützte, wie Rektorin Sigrid Hübl lobte.

Gemeinsame
Feierstunde

Bei einer Feierstunde in der Eggstätter Grundschule konnte Hübl zahlreiche Eltern und Kinder sowie eine Reihe an Ehrengästen wie die ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde, Hans Schartner und Christian Glas, begrüßen. Hübl ließ anhand von historischen und aktuellen Fotos 25 Jahre Mittagsbetreuung, von Stefan Beer, dem damaligen Bürgermeister der Gemeinde Eggstätt initiiert und mit der Gemeinde als Träger, Revue passieren.

Bedarf war schon damals da: Im Schuljahr 2001/2002 wurden bis zu 24 Kinder in einer Gruppe betreut. 2014 dann eine zweite Gruppe und eine verlängerte Betreuungszeit bis 13.30 Uhr, 2017 schließlich die Umwandlung in eine offene Ganztagsschule (OGTS) mit der Awo Prien (seit August 2022 Awo Chiemgau-West) als Träger. Das Angebot: Von Montag bis Donnerstag nach Unterrichtsende bis 14 Uhr kostenfreie Betreuung dank staatlicher Förderung und mit entsprechenden staatlichen Zuschüssen für das Personal. Alle anderen Kosten trug weiterhin die Gemeinde Eggstätt. 2019 kam dann die Betreuung am Freitagmittag dazu, die über die klassische Mittagsbetreuung umgesetzt wird und für die auch die Awo die Trägerschaft übernahm. Selbst während der Corona-Pandemie ging es weiter: „Als die Schulkinder tageweise und abwechselnd in der Schule unterrichtet wurden, wurden die Kinder im Rahmen der OGTS bei schönem Wetter im Pausenhof und bei Regen in der Aula betreut.“

In diesem Schuljahr werden 61 Kinder, aufgeteilt in fünf Gruppen, betreut. Auch räumlich hat sich die OGTS verändert: 2023 gab es ein neues Spielezimmer, finanziert von Spenden von örtlichen Firmen, dem Förderverein der Schule und der Gemeinde. Im vergangenen Jahr erfolgte dann der Umzug ins Erdgeschoss, nachdem die Kindergarten- und Krippenkinder wieder in den Mühlenweg zurückgekehrt waren. Der Umzug sei eine wesentliche Verbesserung, lobte Hübl: So sei die OGTS nicht mehr im ganzen Schulhaus verteilt. Und seit Kurzem gibt es auch ein eigenes Lese- und Ruhezimmer.

Lorenz Ganterer, Vorsitzender des Awo-Ortsvereins Chiemgau-West, bezeichnete in seinem Grußwort die „toll gestalteten, sehr angenehmen und kindgerechten Räume“ als Paradies. Die Awo sehe es als eine ihrer Aufgaben, Kinder in ihrer Entwicklung und die Eltern in ihrer Erziehungsarbeit zu unterstützen. „Wir wollen helfen, dass Familie und Beruf leichter zu vereinbaren sind.“

Ähnlich äußerte sich auch Bürgermeister Christoph Kraus, der das engagierte Betreuungsteam lobte und zudem die Unterstützung der Gemeinde wie bisher zusicherte. Die Kinder samt ihren Betreuerinnen bedankten sich mit einem kurzweiligen Programm. Eigens zum Jubiläum hatte eine Gruppe, angeleitet von Monika Eisner, das Lied „Wir sind die Kinder von der OGTS“ komponiert und trug dieses vor. Eine andere Gruppe tanzte unter der Leitung von Franziska Langl zum Lied „Lieblingsmensch“ der Sängerin Namika.

Eigens Film mit
den Kindern gedreht

Annika Eberl und Monika Eisner hatten zudem mit den Kindern als Schauspielerinnen und Schauspieler den Film „Athene vs. Poseidon“ gedreht, eine Geschichte über die alten Griechen.

Ehe sich die Gäste bei Kaffee und Kuchen, organisiert vom Förderverein der Grundschule, austauschen konnten, wurde es noch offiziell: Bürgermeister Kraus und Einrichtungsfachberaterin Claudia Stürzer schnitten das Band zum Lese-Wald-Zimmer durch und luden zur Besichtigung der neuen Räume ein.

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