Raubling/Pfraundorf – Ein besonderer Blickfang war gestern das Fuhrwerk mit zwei Pferden, organisiert von der Jungbauernschaft Neukirchen am Simssee, das um die Mittagszeit mit einem prächtigen Maibaum beladen in der Ortsmitte von Pfraundorf vorfuhr.
Es war auch die Pflicht der „Diebe“, schließlich hatten sie den 28 Meter langen Maibaum von der Pfraundorfer Jungbauernschaft im Vorfeld gestohlen und mussten ihn nun zurückbringen und als „Strafe“ beim Aufstellen kräftig mit anpacken. Für den kürzlich neu gewählten Vorsitzenden der Pfraundorfer Jungbauernschaft, Andi Krapf, war es die erste große Veranstaltung unter seiner Regie. Allerdings unterstützten ihn dabei so viele fleißige Mitglieder, dass das Fest im Gerer Garten wieder ein voller Erfolg wurde und aus dem kulturellen Gemeindeleben nicht wegzudenken ist.
Wohl alle Besucher, die Ausrichter sowie der „Hausherr“ Ludwig Gruber samt Familie strahlten mit der Sonne um die Wette. Die Hoizhauser Musi trug musikalisch zur guten Stimmung bei und die Verköstigung war wie bei allen Festen der Jungbauernschaft Pfraundorf wie eh und je ein Markenzeichen der Güteklasse eins.
Das Kommando an diesem Tag beim Aufstellen mit „Irxenschmoiz“ übernahm Klaus Artmann, und so steht seit gestern nun ein Pfraundorfer Wahrzeichen am Ortseingang und erreicht mit seinen 28 Metern die gleiche Höhe wie der Pfraundorfer Kirchturm.
Gestiftet wurde der prächtige Baum von der Familie Bauer, Hausname Danzer, aus Grünthal. Der wunderschöne Baum steht für bodenständiges Brauchtum im bayerischen Voralpenland.
Franz Ruprecht