Nach harten Verhandlungen steht das Prachtstück

von Redaktion

Glückliches Ende nach zweifachem Maibaum-Klau – Lauterbach feiert bei Kaiserwetter

Rohrdorf/Lauterbach – 30 Meter ist der Lauterbacher Maibaum lang, gestiftet von der Familie Weinberger. Sowas stellt sich nicht von selber auf, da braucht es eine ganze Menge g’standener Mannsbilder. Vor allem wenn man ihn, wie in Lauterbach, „richtig echt“ aufstellt, das heißt nicht nur händisch, sondern auch ohne Kransicherung.

Keine einfachen Verhandlungen

Das wissen natürlich auch die Maibaumdiebe, die ja traditionsgemäß beim Aufstellen mit Hand anlegen müssen, im Lauterbacher Fall der Trachtenverein aus Hittenkirchen. Die Verhandlungen um die Maibaumauslöse gestalteten sich deshalb nicht ganz einfach – zumindest kam man nicht mit den zwei Tragerln Bier davon, die Sepp Brem, Vorsitzender des Lauterbacher Trachtenvereins „D’Lindntaler“ zunächst angeboten hatte.

Christoph Kaufmann, Vorsitzender des Trachtenvereins Hittenkirchen, führte ins Feld, dass der Baum seit Anfang März rund um die Uhr allerbestens bewacht worden sei – eine Aufgabe, die ohne hopfenhaltige Stärkungsmittel einfach nicht bewältigt werden könne. Also wenigstens die beim Wachehalten verbrauchte Biermenge wollten die Hittenkirchner wieder haben – und da sei man – wirklich ein großherziges Angebot – mit zweieinhalb Paletten zufrieden, so Kaufmann.

Nachdem Maria Haimmerer, Rohrdorfs Zweite Bürgermeisterin, versichert hatte, dass man in dieser Angelegenheit „D‘Lindntaler“ nicht im Stich lassen würde, konnte der Handel per Handschlag abgeschlossen werden. Übrigens hätten in den Genuss der zweieinhalb Paletten Bier eigentlich die Frasdorfer kommen können, denn die hatten den Baum zuerst gestohlen. Allerdings zeigte sich in der Folge, dass es die eine Sache ist, einen Baum zu stehlen, eine andere aber, diesen dann so gut zu bewachen, dass er nicht noch mal gestohlen wird. Denn wer wie die Frasdorfer am ruaßigen Freitag beim Fasching beim Feiern ist, anstatt auf den erbeuteten Baum aufzupassen, so die Hittenkirchner, sei am Ende einfach selber schuld.

Bäriges Wetter
hatte zwei Seiten

Nicht vergessen werden aber soll, dass das bärige Aufstellwetter durchaus seine zwei Seiten hatte: Während es für die Gäste, die mit Bier, Spezi und Speisen aller Art optimal versorgt wurden und die unter Sonnenschirmen sitzen konnten, so richtig „griabig“ war, kam die Aufstellmannschaft mehr als gehörig ins Schwitzen. Johannes Thomae

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