130 Jahre die Stimme für soziale Gerechtigkeit

von Redaktion

Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Brannenburg begeht Jubiläum – Klare sozialpolitische Forderungen

Brannenburg – Seit 130 Jahren setzt sich die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Brannenburg für soziale Gerechtigkeit und faire Bedingungen in der Arbeitswelt ein. Dieses Jubiläum feierte der Ortsverband kürzlich mit einem Festgottesdienst sowie einer anschließenden Feier im Brannenburger Vereinsheim.

Wert der
Arbeit betont

Zum Jubiläumsgottesdienst entsandten die Ortsvereine sowie benachbarte Ortsgruppen der KAB ihre Fahnenabordnungen. In seiner Predigt hob KAB-Präses Pfarrer Helmut Kraus den Wert der Arbeit für die Gesellschaft hervor – sei es in Form von Berufstätigkeit, Ehrenamt oder Familienarbeit. Der heilige Josef könne dabei als Vorbild dienen, um im christlichen Geist segensreiche Arbeit zu leisten.

Im Anschluss an den Gottesdienst betonte der KAB-Kreisvorsitzende Alfred Hilscher die sozialpolitischen Leistungen der KAB. Viele Jahre habe die Bewegung für einen Mindestlohn gekämpft, der zum Leben reiche. Selbst wenn der Mindestlohn nun auf 15 Euro angehoben würde, wäre dies weiterhin zu wenig, so Hilscher. Ein Mindestlohn müsse später auch ein ausreichendes Auskommen in der Rente ermöglichen. Ein weiteres wichtiges Anliegen der KAB bleibe der arbeitsfreie Sonntag. Zwar sei es unvermeidbar, dass Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder die Polizei auch an Sonn- und Feiertagen arbeiteten, jede unnötige Ausweitung der Sonn- und Feiertagsarbeit lehne die KAB jedoch entschieden ab.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde Sebastian Unker für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der KAB Brannenburg geehrt. Charlotte und Josef Röckl, die nicht anwesend sein konnten, wurde ebenfalls für ihre 50-jährige Treue zum Verein gedankt.

Maria Vogt dankte im Namen des Vorstandsteams den Ortsvereinen für die gute Zusammenarbeit. Ohne die Mitwirkung von Blaskapelle, Feuerwehr und Frauengemeinschaft wären Veranstaltungen wie der KAB-Kinderfasching kaum zu organisieren beziehungsweise nur halb so schön.

Bürgermeister Matthias Jokisch unterstrich die Bedeutung der örtlichen Vereine für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die KAB sei als Stimme für soziale Gerechtigkeit ein wichtiger Teil davon und werde auch in Zukunft gebraucht. In Bezug auf die Zweifel des Vorstandes, ob es in zehn Jahren noch eine Ortsgruppe der KAB geben werde, äußerte sich Jokisch zuversichtlich: „Ich bin mir sicher, dass wir auch noch 140 Jahre KAB in Brannenburg feiern werden.“ Diese Aussage wurde von den Anwesenden mit großem Applaus bedacht.

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