Samerberg – In großer Anzahl verabschiedeten sich Angehörige, Weggefährten, Freunde und Vereine von Michael Spöck vom Samerberg, dessen Lebenswerk die Gründung und der Aufbau seines gleichnamigen Baugeschäftes waren.
Michael Spöck verstarb im Alter von 89 Jahren nach längerer Krankheit und nach guter Pflege durch seine Frau Elisabeth. Die Auferstehungsfeier mit Diakon Günter Schmitzberger wurde in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt vom Kirchenchor sowie mit Orgel- und Ziachweisen musikalisch gestaltet.
Diakon Schmitzberger erinnerte in seiner Traueransprache an das gott- und familienzugewandte Leben des Unternehmers, dem der sonntägliche Kirchgang wichtig war und der gerade wegen seiner Offenheit, seiner Geradlinigkeit und wegen seines verschmitzten Humors allseits geschätzt war. Besonders freute sich der Ehemann, Vater, Opa und Pate, wenn im Kreise seiner Familie oder bei Besuchen das Wohnzimmer voller Leben war und er mittendrin.
Für die Gemeinde Samerberg war der „Riepl-Michi“ nicht nur eine echte Unternehmerpersönlichkeit, sondern auch ein engagierter Gemeinderat, der sich 18 Jahre lang von 1972 bis 1984 ehrenamtlich für die Öffentlichkeit einsetzte. Dazu sagte in seinem Nachruf Bürgermeister Georg Huber: „Michael war der Kopf einer gewachsenen Firma mit einer stolzen Anzahl von Arbeitsplätzen, er war ein Meister seines Fachs und viele Häuser auf dem Samerberg tragen heute noch seine Handschrift.“ Besonders beim Aufbau der zentralen Wasserversorgung leistete Michael Spöck zusammen mit Altbürgermeister Georg Huber und Hans Piezinger senior wertvolle Dienste.
Mitgewirkt hat er auch am Bau vieler Straßen, Wirtschaftswege und Wanderparkplätze, zudem entstanden während seiner Gemeinderatszugehörigkeit die Schwimmbäder in Törwang und Roßholzen, der Gemeindefriedhof in Grainbach, der Badwirt mit Gymnastikraum sowie das erste Einheimischen-Baugebiet in Grainbach.
Den beruflichen Werdegang von Michael Spöck skizzierte Konrad Huber im Namen der Mitarbeiter. Er erinnerte daran, dass der Verstorbene beim „RieplAnwesen“ in Untereck zur Welt kam, dort einige Zeit in der Landwirtschaft arbeitete und dort nach der Maurerlehre (1954 bis 1957) sowie dem Erhalt des Meisterbriefes 1962 auch sein eigenes Unternehmen dort gründete. „Sein Mut zur Selbstständigkeit und vor allem sein Fleiß belohnten den jungen Maurermeister und so konnte er in den Folgejahren weitere Anschaffungen tätigen, mehrere Mitarbeiter einstellen und den Betrieb in Törwang ansiedeln“, so Konrad Huber über seinen Seniorchef, den er als hilfsbereiten, bescheidenen und geselligen Mitmenschen bezeichnete.
Wertschätzende Worte kamen auch von Josef Wimmer, dem Vorsitzenden der Feuerwehr Törwang sowie von Hauptmann Fritz Dräxl von der Samerberger Gebirgsschützenkompanie. Deren Fahnenabordnungen wurden ergänzt durch die Präsenz der Fahnen der Trachtenvereine aus Grainbach und Roßholzen.
Die Gebirgsschützen, deren Wiedergründungsmitglied Michael Spöck war, ehrten den Verstorbenen mit einem dreifachen Ehrensalut. Beim letzten irdischen Weg übernahmen Mitarbeiter des Baugeschäfts Spöck die Aufgabe der Sarg- und Laternenträger, Samerberger Bläser spielten die Trauerweisen.hö