Aschau – Verletzt wurde bei dem Feuer, das am vergangenen Dienstag in einem Mehrfamilienhaus ausgebrochen ist (wir berichteten), niemand. „Gott sei Dank“, sagt Markus Vordermayer, Kommandant der Feuerwehr Aschau. Er war mit 30 Kameraden der Feuerwehren Aschau und Frasdorf vier Stunden lang im Einsatz, um den Brand zu löschen. Das Glück im Unglück war, dass sich in der Wohnung im ersten Obergeschoss niemand aufhielt, als das Feuer ausbrach.
Passanten hätten den Brandgeruch bemerkt und die Feuerwehr verständigt, erzählt der Kommandant. Durch ihr rasches Eingreifen konnten die Einsatzkräfte ein Übergreifen der Flammen auf andere Wohnungen verhindern und den Brand löschen. Die Schulstraße war von der Kreuzung Bahnhofstraße bis zur Brücke gesperrt. Viele Schaulustige seien vor Ort gewesen, berichten Mitarbeiterinnen der benachbarten Metzgerei. Behindert hätten sie die Arbeiten wohl nicht, aber schauen wollten sie schon. An der Kreuzung gegenüber seien alle Außenstühle des Geschäfts „Berggut“ besetzt gewesen, weil die Leute den Feuerwehreinsatz live verfolgen wollten, erzählt eine Verkäuferin. Auch vor der Eisdiele drängten sich die Menschen. „Ich hatte viel Arbeit und keine Zeit zum Schauen“, sagt ein Eisverkäufer. Aber es sei sehr viel los gewesen.
Einen leichten Brandgeruch meint man auch am Tag danach noch wahrzunehmen. Das Leben in Aschau geht wieder seinen gewohnten Gang. Beim Metzger, in der Post, der Eisdiele und den Geschäften. Auswirkungen des Feuers sieht man nicht. Allein die weit geöffneten Fenster und Türen weisen darauf hin, dass hier großzügig gelüftet werden muss. Selbst die Haustür steht sperrangelweit offen. Im Sportladen direkt unter der betroffenen Wohnung ist nichts vom Einsatz zu sehen. Man rieche auch nichts, sagt eine Verkäuferin, die gerade Waren sortiert.
„Noch laufen die Ermittlungen zur Brandursache“, sagt Kommandant Vordermayer. Vermutlich sei es aber ein Trockner gewesen. Vor Ort im Einsatz waren Beamte der Polizeiinspektion Prien und die Feuerwehren. Das Fachkommissariat 1 der Kripo Rosenheim ermittelt zur Brandursache. Der entstandene Sachschaden wird auf einen hohen fünfstelligen Eurobetrag geschätzt. Elisabeth Kirchner