Mit Herz, Haltung und Humor

von Redaktion

Bad Endorfer Schulleiter Max Schweiger in den Ruhestand verabschiedet

Bad Endorf – Nach 15 Jahren an der Spitze der Grund- und Mittelschule Bad Endorf wurde Schulleiter Max Schweiger zum Ende des Schuljahres mit einer ganz besonderen Verabschiedungswoche in den Ruhestand verabschiedet. Die festliche Würdigung erstreckte sich über mehrere Tage – mit einem offiziellen Festakt, kreativen Darbietungen, einem eigens gedrehten Film und einer Vielzahl bewegender Momente, bei denen nur selten ein Auge trocken blieb.

„Mit Einsatz
und Weitblick“

Höhepunkt der Woche war der offizielle Festakt in der Aula der Mittelschule, an dem zahlreiche Ehrengäste teilnahmen. Schulamtsdirektor Wolfgang Baumann zeichnete in seiner Ansprache den beruflichen Werdegang Schweigers nach und lobte ihn als „äußerst engagierten und pflichtbewussten Pädagogen“, der seine Aufgabe stets mit vollem Einsatz, Verantwortung und Weitblick erfüllt habe.

Auch Bürgermeister Alois Loferer dankte im Namen des Schulverbands für das langjährige Wirken. Schweiger sei ein „Antriebsmotor“ gewesen – insbesondere für den überfälligen Schulhausneubau, dessen Umsetzung ohne seinen Einsatz kaum denkbar gewesen wäre. Dass er den Umzug ins neue Gebäude im Frühjahr 2026 nicht mehr als Schulleiter erleben werde, sei bedauerlich, so Loferer.

Eine sehr persönliche und gefühlvolle Rede hielt Konrektorin Andrea Fischer. Sie beschrieb Schweiger als „Tempomacher mit Haltung“, als einen Menschen, der anpackt, mitgestaltet, Orientierung gibt – und dabei immer offen für Ideen, für Menschen und für das Zwischenmenschliche war. „Du hast nicht nur geführt – du bist mit uns marschiert“, so Fischer.

Besonders hervorgehoben wurde das, was über organisatorisches Können hinausgeht: Schweigers Fähigkeit, Gemeinschaft zu schaffen. „Du hast einen Ort entstehen lassen, an dem man sich nicht nur aufgehalten hat, weil man musste –, sondern weil man wollte. Du hast Vertrauen gelebt, ein echtes Miteinander ermöglicht und eine ‚Wir-Kultur‘ geprägt, die bleiben wird“, sagte Fischer. Die Rede bewegte das Publikum spürbar – ebenso wie die weiteren Wortbeiträge von Elternbeirat und Schülersprechern.

Für heitere Stimmung sorgte ein eigens produzierter Kurzfilm der Grundschule mit dem Titel „Max Schweiger und das Geheimnis der Pension“. Der humorvolle Clip, gespickt mit Anspielungen auf den Schulalltag aus Kinderaugen, sorgte für viele Lacher und war zugleich ein Zeichen der großen Wertschätzung, die Schülerschaft und Kollegium dem scheidenden Schulleiter entgegenbrachten.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch bayerische Lieder der Grundschulkinder mit sehr persönlichen, eigens umgetexteten Strophen. Die Mittelschulband rockte mit energiegeladenen Beiträgen, während die Trommelgruppe der Mittelschule rhythmisch beeindruckte. Religionslehrer Stephan Reichel führte mit viel Witz und Herz durch das abwechslungsreiche Programm.

Ein besonders symbolischer Moment war die feierliche Einweihung des neuen „Max-Schweiger-Platzes“ im Pausenhof der Grundschule – ein dauerhaftes Zeichen für Schweigers Wirken. Als Abschiedsgeschenk überreichten die Grundschulkinder eine liebevoll gestaltete Bienenbeute – Sinnbild für Fleiß, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit.

Bei den Feierlichkeiten an der Grundschule sangen alle 260 Schulkinder mehrere persönliche Ständchen mit eigens von Lehrerin Sonja Eperania verfassten Texten – ein bewegender Moment, der Schweiger sichtlich berührte.

Traktor, Thron
und Flashmob

Auch die Mittelschule verabschiedete ihren Schulleiter mit Kreativität und Humor. Max Schweiger wurde auf einem alten Traktor über Schulgelände und Sportplatz chauffiert, wo er von einem eigens gestalteten „Thron“ aus einen Flashmob der gesamten Mittelschule verfolgen durfte – ein lebendiges, fröhliches und zugleich herzliches Dankeschön der Jugendlichen.

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