Eggstätt – Die Gemeinde Eggstätt hat die Durchführung des Schulbusverkehrs für das kommende Schuljahr 2025/2026 neu geregelt. In einer Sondersitzung des Gemeinderates am vergangenen Donnerstag stand die Vergabe des Auftrags im Mittelpunkt, nachdem der langjährige Vertrag mit der Firma Hörterer Logistik zum Ende des Schuljahres 2024/ 2025 gekündigt wurde.
Lorenz Hörterer hatte den seit 1983 bestehenden Vertrag für die Gemeinde überraschend aus gesundheitlichen Gründen gekündigt. Das neue Schuljahr beginnt bereits in knapp zwei Wochen.
Unter
Zeitdruck
Um die gemeindliche Pflicht zur Beförderung der Schüler weiterhin zu erfüllen, nahm die Gemeinde umgehend Kontakt zum Busunternehmen Karl Heitauer aus Gstadt auf. In mehreren Gesprächen, an denen neben den Brüdern Stefan und Markus Heitauer auch Vertreter der Grundschule Eggstätt, der Gemeindeverwaltung sowie der bisherige Dienstleister beteiligt waren, wurden Details zum Fahrplan für das Schuljahr 2025/2026 abgestimmt.
Die Brüder Stefan und Markus Heitauer stellten dem Gremium ihr Angebot vor und erläuterten die Strecken mit den einzelnen Abfahrtszeiten für die Beförderung der Schüler der Grundschule (GS), offenen Ganztagsschule (OGTS) und Mittelschule (MS).
Das Angebot sieht vor, die nördlichen Linien am Morgen mit zwei Fahrten eines Kleinbusses abzudecken. Im südlichen Gemeindeteil bleibt es bei der bewährten Kombifahrt mit dem Mittelschulbus. Die bekannten Abfahrtszeiten werden laut Gemeindeverwaltung weiterhin Bestand haben und rechtzeitig vor Schulbeginn veröffentlicht. Auch der Fahrplan und die Zeiten des Mittelschulbusses bleiben unverändert.
Für die Ortsteile Oberndorf und Natzing-Gewerbegebiet wurde dem Gemeinderat ein ergänzendes Angebot mit zwei Varianten der Abfahrtszeiten vorgelegt. In der anschließenden Diskussion bedankte sich Dritter Bürgermeister Gerhard Eder ausdrücklich bei der Firma Heitauer für das schnelle Einspringen und bezeichnete dies als Glücksfall für die Gemeinde.
Die günstigere Variante mit Kosten von zehn Euro netto pro Schultag hätte einen früheren Abfahrtszeitpunkt um 6.40 Uhr in Oberndorf vorgesehen, was jedoch von mehreren Gemeinderäten, darunter Katharina Weinberger, Hans Blank und Beno Langl, kritisch gesehen wurde. Letztlich entschied sich das Gremium einstimmig für die zweite Variante, bei der die Kinder erst um 7.32 Uhr abgeholt werden und pünktlich um 7.40 Uhr an der Grundschule eintreffen. Die Kosten für diese Lösung belaufen sich auf 18 Euro netto pro Schultag. Die Beauftragung der Firma Heitauer gilt zunächst nur für das Schuljahr 2025/2026. Im Verlauf des Jahres plant die Gemeinde, ein Vergabeverfahren mit Leistungsverzeichnis und öffentlicher Ausschreibung durchzuführen. Da der Auftragswert unter dem bis Ende 2029 geltenden Schwellenwert von 100000 Euro netto bleibt, kann der aktuelle Auftrag als Direktvergabe erfolgen.
Unterschiedliche
Kostenträger
Die Verwaltung weist zudem darauf hin, dass bei den nördlichen Routen auch Mittelschulkinder befördert werden, deren Kosten mit dem Mittelschulverband abgerechnet werden. Der Bus der Route Süd ist grundsätzlich vom Mittelschulverband beauftragt, während der Zusatzverkehr über den Ortsteil Straß zur Grundschule in Eggstätt direkt zwischen Gemeinde und Busunternehmen abgerechnet wird.
Mit dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates ist die Firma Karl Heitauer aus Gstadt am Chiemsee nun offiziell mit der Beförderung der Schulkinder der Gemeinde Eggstätt im Schuljahr 2025/2026 betraut. Auch das Zusatzangebot für die Ortsteile Oberndorf und Natzing Gewerbegebiet wurde in der bevorzugten Variante angenommen. emk