Riederinger SPD will besseren ÖPNV und mehr Radwege

von Redaktion

Neunköpfige Kandidatenliste für die Kommunalwahl 2026 aufgestellt – Mehr Druck auf Kreisebene gefordert

Riedering – Mit Blick auf die Gemeinderatswahlen im kommenden Jahr hat die SPD Riedering eine Kandidatenliste aufgestellt und fordert mehr Druck auf die Staatsregierung. Unter der Leitung von SPD-Landratskandidatin Alexandra Burgmaier wählte die Versammlung einstimmig eine neunköpfige Liste mit einem vielfältigen Team aus allen Gemeindeteilen.

Angeführt wird die Liste von Gemeinderat Karl Rothmayer. Auf den weiteren Plätzen folgen Ursula Fleischmann, Matthias Dangl, Florian Grill, Franz Krutzenbichler, Herbert Rothmayer, Franz Josef Sammer, Bernhard Meier und Karl Scheuring.

Burgmaier kritisierte die unzureichende finanzielle Ausstattung der Kommunen durch den Freistaat. Die Kommunen erhielten immer mehr Aufgaben, ohne dass entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt würden. Der Landkreis habe laut Burgmaier kaum mehr finanzielle Spielräume. Sie ist überzeugt, dass die Kreisebene deutlich mehr Druck aufbauen müsse, um die Staatsregierung zu einer Umsteuerung zu bewegen, und fordert vom Landkreis Rosenheim mehr Kampfgeist.

Auch in Riedering sieht die SPD nach eigenen Angaben Handlungsbedarf, insbesondere bei der Digitalisierung, der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und der Barrierefreiheit. Vorrangig seien jedoch Verbesserungen beim öffentlichen Personennahverkehr und beim Ausbau des Radwegenetzes nötig. Die SPD fordert die Installierung eines Radbeauftragten, der in gemeindeübergreifender Kooperation Lösungen für die teils gefährliche Situation entwickeln soll. Außerdem müsse das Angebot eines flexiblen Sammeltaxis erhalten bleiben, wobei auch der Landkreis mit einem überregionalen Verkehrskonzept gefordert sei. Fünf Kandidaten der SPD-Liste kandidieren deshalb auch auf der SPD-Kreistagsliste. Die SPD Riedering ist nach eigenen Angaben überzeugt, dass lokale Bürgerlisten solche Themen nicht in den übergeordneten politischen Ebenen einbringen können, weshalb sie auch im Kreistag Verantwortung übernehmen wolle.

Artikel 1 von 11