Gemeinschaftsgarten soll Dorfleben beleben

von Redaktion

Obst- und Gartenbauverein will dafür neue Sparte gründen – Thema im Gemeinderat Oberaudorf

Oberaudorf – Der gemeinnützige „Obst- und Gartenbauverein Oberaudorf, Niederaudorf, Mühlbach“ will seine Aktivitäten ausweiten. Er will einen Gemeinschaftsgarten einrichten, in dem seine Mitglieder Teilflächen davon selbst bewirtschaften können. Der Garten soll nicht nur die lokale Lebensmittelproduktion steigern, sondern auch das Dorfleben beleben. Mit dem Vorhaben beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung des Jahres.

Gemeindeeigenes
Grundstück im Auge

Ein Grundstück, das für das Projekt geeignet ist, hat der Verein schon ausgemacht. Es handelt sich dabei um eine landwirtschaftliche Fläche an der Bad-Trißl-Straße, die der Gemeinde gehört und die derzeit an einen Landwirt verpachtet ist. Bürgermeister Matthias Bernhardt sieht ein Problem darin, dass die Fläche weder an die Wasserleitung noch an das Stromnetz angeschlossen ist. Allein der Bau einer Wasserleitung auf die Wiese würde nach seiner Schätzung mindestens 20.000 Euro kosten. Vereinsvorsitzender Franz Hefter sieht das Problem nicht. Die Versorgung mit Wasser könne auch über eine Regenwasser-Zisterne erfolgen. Wenn keine Leitungen gebaut werden, würde man nicht nur Geld sparen, sondern könnte den Garten auch jederzeit wieder aufgeben, falls es irgendwann keine Nachfrage nach den Gartenflächen mehr gebe.

Der Obst- und Gartenbauverein will laut Hefter für das Vorhaben eine eigene Sparte gründen. Die Mitglieder dieser Sparte sollen dann für die von ihnen genutzte Fläche einen Beitrag zahlen, sodass sich das Vorhaben finanziell selbst trägt.

Anbau muss nach
Bio-Regeln erfolgen

Die Bewirtschaftung muss den Regeln des biologischen Anbaus entsprechen, es dürfen also weder Kunstdünger noch Pflanzenschutzgifte eingesetzt werden. Wer eine Parzelle haben will, muss diese Bedingungen akzeptieren, so der Verein.

Bevor die Umsetzung beginnt, will der Verein noch andere mögliche Standorte suchen und prüfen. Optimal wäre eine Fläche, die sich vergrößern oder verkleinern lässt, damit auf Veränderungen der Nachfrage reagiert werden kann. Wenn die möglichen Flächen ermittelt sind, soll das Thema laut Bernhardt erneut auf die Tagesordnung gesetzt werden – voraussichtlich schon in der ersten Sitzung des kommenden Jahres.

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