Gelungener Start ins musikalische 2026

von Redaktion

Musik zum Träumen und Geschichten zum Schmunzeln beim Priener Neujahrskonzert

Prien – „Auf zu neuen Sternen“ – mit diesem Konzertmarsch und der Begrüßung durch Vorstand Stefan Hackenberg eröffnete die Priener Blaskapelle das traditionelle Neujahrskonzert im König-Ludwig-Saal.

Tradition hat auch eine kurze Neujahrsansprache des Bürgermeisters. „Der Jahresbeginn ist immer ein besonderer Moment. Er gibt uns Gelegenheit, kurz innezuhalten, zurückzublicken auf das, was wir gemeinsam erreicht haben, und zugleich nach vorne zu schauen auf das, was vor uns liegt“, so Bürgermeister Andreas Friedrich. Zum Erreichten gehören unter anderem das Kinderhaus Wildenwart, das zusammen mit der Gemeinde Frasdorf realisiert wurde, Verbesserungen in Verkehrssicherheit und Infrastruktur sowie Beiträge zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit wie die neue LED-Sportplatzbeleuchtung. Im neuen Jahr, so Friedrich, stünden neue wichtige Aufgaben zur Umsetzung an, wie die Ortsumfahrung Prutdorf, die sich schon im Bau befindet. Ein weiterer Schritt zur geplanten Seewasserwärmepumpe am Prienavera steht an. Ein neues Gebäude für Feuerwehr und Wertstoffhof soll die Abläufe für die Bürger reibungsloser gestalten.

Hoffnung auf Gesundheit
und Zusammenhalt

„Ein neues Jahr bringt immer Hoffnung mit sich – Hoffnung auf Gesundheit und Zusammenhalt“, so der Bürgermeister. Gerade in bewegten Zeiten seien solche Momente der Besinnung und des Miteinanders von großer Bedeutung. Mit dem Dank an die Musiker der Blaskapelle, die ein Beispiel für ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde sind und dem Hinweis auf die Bedeutung der Musik, die Menschen verbindet und Momente der Freude schafft, wünschte Friedrich allen ein gutes neues Jahr, Zuversicht, Kraft, Zusammenhalt und viele glückliche Momente. Für diese sorgte sofort im Anschluss die Priener Blaskapelle mit zwei schwungvollen Polkas. Danach gab es reichlich Musik zum Träumen. Unter der Leitung von Dirigent Karl-Wilhelm Hultsch begeisterte die Blaskapelle dem Konzertwerk Ungarische „Fanatasie Nr. 3“ aus der Feder von Gustav Lotterer. Bei einem Solostück für Flügelhorn glänzte Michael Hefter. Und nach dem Konzertmarsch „Salemonia“ folgte der musikalische Höhepunkt.

Mit der für Blasorchester arrangierten Version des Musicals „Phantom der Oper“ entführte die Blaskapelle die Zuhörer ins Paris der 1870er-Jahre. Dafür gab es rauschenden Beifall und auch Martin Gryck, stellvertretender Vorsitzender des Musikbunds Ober- und Niederbayern, war beeindruckt von den Leistungen der Priener Blasmusiker.

Durch das Programm führte Martin Obermüller informativ und humorvoll. Erst hatte er ein fränkisches Weihnachtslied zum Amüsement der Zuhörer in ein oberbayerisches Gstanzl übertragen. Später ging es um die Frage, warum man bei einer Wegbeschreibung mit mal „aufi“ mal „obi“, „eini“, „aussi“„umi“, „herent“ und „drent“ die Orientierung verliert. Die Lacher auf seiner Seite hatte Obermüller auch bei der Erzählung, wie der Papa seinem kleinen Sohn anschaulich Politik erklärt. Und zum Schluss zitierte er aus einem möglichen Zeitungsartikel, hätte sich die Weihnachtsgeschichte heutzutage ereignet. Das aufgefundene Baby wäre ein Fall für das Sozialamt, der Ehestatus der Eltern ungeklärt, drei Ausländer mit unbekannten Chemikalien wären verhaftet worden und wegen Wahnvorstellungen von Hirten wären offensichtlich Drogen im Spiel gewesen.

Den musikalischen Abschluss bildete der „Musikantengruß an Eger“. Allerdings erklatschte sich das begeisterte Publikum noch drei Zugaben, und nach dem „Deutschmeister Regimentsmarsch“, „Eine letzte Runde“ und dem bayerischen Defiliermarsch war das Neujahrskonzert nach gut eineinhalb Stunden beendet. Martin Obermüller lud zum Starkbierfest am 28. März wieder in den König-Ludwig-Saal ein.

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