„LichtOper: ZwischenWelten“ begeistert

von Redaktion

Die Pfarrkirche Heilig Kreuz in Kiefersfelden wurde zur Bühne einer spektakulären „LichtOper“. Die intermediale Live-Aufführung „ZwischenWelten“ von Lichtkünstler Ingo Bracke und Organist Karl Knöpflen begeisterte das Publikum.

Kiefersfelden – Die „LichtOper: ZwischenWelten“ von Lichtkünstler Ingo Bracke und Organist Karl Knöpflen in der Pfarrkirche Heilig Kreuz war eine der spektakulärsten Aktionen der vergangenen Jahre in dem heiligen Kirchenschiff. Diese intermediale Live-Aufführung bildete den Höhepunkt zwischen den Jahren und wird von dem Lichtartisten Bracke als eine immersive Schöpfungsreise durch die Raunächte beschrieben. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrkirche begrüßte Bürgermeister Hajo Gruber die vielen Ehrengäste, auch aus dem benachbarten Tirol und natürlich auch den „Künstler des Lichts und der Resonanzräume“.

Eine knappe Stunde dauerte die einzigartige Inszenierung. Sie verband Projektion, Raum und Musik zu einem außergewöhnlichen Schauspiel und einer voluminösen Raumkunst, in der stets das Leitmotiv „Mandorla“, die Schnittmenge zweier Kreise, zu sehen und zu spüren war. Sie ist das Symbol für Übergang, Verbindung und Geburt und ein Atem, der Bild und Klang hervorbringt und auf einzigartige Weise vereint.

Die Choreografie der „LichtOper“ zeigte eindrucksvoll diese Verbindungen auf und das Publikum tauchte ein in diese Schöpfung aus Licht und Klang. Dabei verloren Zeit und Raum ihre Grenzen und sie legten sich in fast schon sinnlicher Weise über die Kirchenbänke. Sie tauchten alles ein in diese Lichtershow und zusammen mit der Klangfülle der Orgel, von barocker Strenge hin zu zeitgenössischen Klängen von Johann Sebastian Bach, Richard Wagner oder Franz Liszt, vereinigten sie sich in eine bombastische und auch meditative Choreografie und eröffneten neue Dimensionen für Fantasie und Realität. Die Stille in dem Gotteshaus zeugte von der Wirkung dieser „LichtOper“, sie nahm alle in ihren Bann. Während die Besucher den Tönen von Orgel und unterstützendem Orchester lauschten, wurden sie visuell mit einer Lichterillumination überschüttet, die atemlos machte. Diese „LichtOper“ war eine Einzigartigkeit, ein generationsübergreifendes, sinnliches und intensives Erlebnis, das das Publikum vollständig von Klang und Projektionen umgab und sicher eine starke Erinnerung hinterließ, die lange im Gedächtnis bleiben dürfte.

Der Beifall der Zuschauer am Ende des grandiosen Lichter- und Klangfinales war beeindruckend und sicher auch mit Dankbarkeit gepaart. Ingo Bracke ist ein Künstler des Lichts und der Resonanzräume.

Er studierte in Barcelona, Saarbrücken und Dresden und entwickelt seit mehreren Jahrzehnten intermediale Szenografien, mit Ausstellungen in Singapur, Eindhoven oder Frankfurt am Main. Dauerhafte Installationen von ihm finden sich im „Bachhaus“ in Eisenach und am „Fritz-Walter-Stadion“ in Kaiserslautern. Karl Knöpflen war langjähriger Kantor an St. Martin in Kaiserslautern.

Seine Konzertreisen führten ihn unter anderem nach Frankreich, Italien und in die Schweiz. Er widmet sich mit Leidenschaft intermedialen Projekten, die Orgel- und Raumkunst verbinden.

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