Garde, Minister und Prinzenpaar: Mit diesem Team feiert Rohrdorf den Fasching 2026. Foto re
Rohrdorf – Prinzessin Kathrin II., Herrin über Stein und Flamme von den Hollinger Höhen, und Prinz Michael I., furchtloser Mammutjäger des Rohrdorfer Stammes, sind das neue Prinzenpaar für die kommende Faschingssaison. Wie die Namen unschwer vermuten lassen, geht es für Rohrdorf dabei weit zurück. Genauer gesagt in die Steinzeit. Unter dem Motto „Jäger und Sammler“ orientiert sich die Faschingsgesellschaft in der kommenden Saison am Beginn der Menschheit.
Ein Jahr nach dem Unfall
des Rohrdorfer Prinzen
Ein Motto, das nun ein Jahr später zum Tragen kommt als geplant. Denn im vergangenen Jahr starb Peter Steindlmüller, der designierte Faschingsprinz, bei Waldarbeiten in Laufen. „Da Bäda“ war bei vielen in der Gemeinde bekannt und geschätzt. Nach dem tragischen Unfall war im Jahr 2024 daher niemandem zum Feiern zumute.
„Mir war klar, dass, wenn ich es noch mal mache, dann nur mit einem guten Freund vom Bäda“, sagte Kathrin Diechler bereits beim Faschingsstart am 11. November 2025. In Michael Piezinger hat sie ihn gefunden. Der 31-Jährige ist seit 2016 bei der Rohrdorfer Faschingsgesellschaft und kannte Steindlmüller daher schon lange.
Bereits im Frühjahr 2025 stand für das neue Prinzenpaar fest, dass sie das zusammen machen werden. „Wir haben uns sozusagen über den Fasching kennengelernt”, erzählt die Faschingsprinzessin. Die 26-jährige Betriebswirtin stieß 2019 dazu und war seitdem immer dabei. „Die Gemeinschaft, die Auftritte, es hat mir alles von Anfang an richtig gut gefallen”, sagt sie. Wenn alle zusammenkommen und mit der Zeit immer mehr zusammenwachsen, um gemeinsam an dem Programm zu arbeiten. Das sei etwas Besonderes. Wenn sie gerade nicht als Prinzessin eingebunden ist, ist die 26-Jährige gerne in den Bergen unterwegs, sei es zum Wandern oder Skifahren.
Bei Prinz Michael Piezinger geht die Faschingstradition noch ein gutes Stück weiter zurück. „Mein Vater ist schon lange aktiv und meine Tante war sogar schon einmal selbst die Prinzessin von Rohrdorf“, sagt der 31-Jährige. Kein Wunder also, dass der Rohrdorfer sich für die Gemeinde engagiert. Nicht nur beim Fasching, sondern auch bei der Freiwilligen Feuerwehr. Passend zum Thema Steinzeit hat der Prinz außerdem Erfahrung mit der ursprünglichen Nahrungsbeschaffung. „Ich bin Jäger und gehe gerne fischen“, erzählt der 31-Jährige.
In den kommenden Wochen steht allerdings der Fasching eindeutig im Vordergrund. „Die Aufregung steigt”, sagt die Prinzessin. Dreimal in der Woche trainieren die beiden für ihren Auftritt, teilweise mehrere Stunden lang. „Das ist schon anspruchsvoll und nicht selten gibt es einen ordentlichen Muskelkater“, meint der Prinz. Details zum Auftritt werden aber noch nicht verraten. Beim Krönungsball am Samstag, 10. Januar, im Turner Hölzl geben die beiden ihr Debüt.
Fasching gehört
nach Rohrdorf
Das Prinzenpaar nimmt die Rolle ernst. Sie wissen, wie wichtig der Fasching für die Gemeinde ist. Alle drei Jahre versammeln sich Garde, Minister und Prinzenpaar, um den Rohrdorfer Fasching zu feiern. „Es gehört einfach dazu“, sagen die beiden und laden jeden ein, sich die Auftritte anzusehen. „Einfach vorbeikommen und Spaß haben. Darum geht es bei uns.“