Flintsbach – Dankbarkeit und Gemeinschaft haben den Neujahrsempfang der Pfarrei St. Martin Flintsbach geprägt, bei dem im Pfarrheim St. Martin zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter sowie langjährige Wegbegleiter der Urpfarrei des Inntals geehrt worden sind. Als gesellschaftliches Ereignis am Ort hat der Empfang an den festlichen Vorabendgottesdienst angeschlossen, den Geistlicher Rat Pfarrer Helmut R. Kraus zelebriert hat. Eingeladen waren rund 180 Personen, die sich in den Dienst der Kirche stellen; etwa 100 von ihnen haben sich nach dem Gottesdienst im Pfarrheim eingefunden. Die Einladung sei als ausdrücklicher Dank der Pfarrei für die Unterstützung der vielfältigen Arbeit durch hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter, kirchliche und weltliche Vereine sowie alle, deren Dienst oft im Verborgenen geschehe, ausgesprochen worden.
Pfarrgemeinderatsvorsitzende Aleksandra Fusek betonte, für die Pfarrgemeinde sei jeder der Anwesenden ein besonderer Ehrengast, weil jeder Einzelne die Pfarrgemeinde bereichere, unterstütze und trage. Dass die Gäste der Einladung gefolgt seien, erfülle sie mit Dankbarkeit; die Anwesenheit zeige, wie stark die Gemeinschaft sei und wie sehr man aufeinander zählen könne, so Fusek.
Ihre Rede hat die Vorsitzende unter die Überschrift „Jahr der Veränderungen“ gestellt. Anfang 2025 habe sich die neue Kirchenverwaltung installiert, im Pfarrmuseum sei durch einen Vorstandswechsel frische Energie eingezogen, der Kirchturm der St.-Martins-Kirche erstrahle nach Renovierung in neuem Glanz. In der Filiale St. Margarethen habe es einen Mesnerwechsel gegeben, zudem hätten sich Mitarbeiter und Hauptverantwortung in der Pfarrbücherei neu geordnet. All diese Schritte zeigten, wie lebendig, beweglich und verantwortungsbewusst die Gemeinschaft sei, betonte Fusek. Gerade weil sich so vieles verändert habe, wolle sie umso mehr Danke sagen für Zeit, Bereitschaft, Geduld, Verantwortung und unermüdlichen Einsatz der Engagierten, die die Gemeinde Tag für Tag, oft im Hintergrund, trügen.
Im Anschluss fanden die Ehrungen statt. Besonders hervorgehoben wurden Rita und Georg Schober, die über viele Jahre hinweg die Kirche in St. Margarethen mit viel Hingabe gepflegt und sich um alles gekümmert haben. Dank und Respekt galten ihren Nachfolgern Sepp und Anneliese Schober. Für die Antoniuskapelle auf dem Weg zum Petersberg, die vielen als Ruhepunkt zum Innehalten dient, ging der Dank an Traudi und Wast Unterseher, die diesen besonderen Ort über viele Jahre mit Sorgfalt und Liebe gepflegt haben; zugleich sind Uta und Gunther Arendt als Nachfolger gewürdigt worden. Anerkennende Worte gab es auch für die jahrzehntelange Arbeit von Martin Schmidmayer bei der Pflege des kirchlichen Friedhofs. Künftig wird Christoph Stocker die Friedhofanlage betreuen.
Für den Freundeskreis Pfarrmuseum Flintsbach ist Manfred Benkel geehrt worden, Gründungsmitglied seit 2001 und von 2013 bis 2025 Vorsitzender, dem Fusek „großes Verantwortungsbewusstsein, Weitblick und Herz“ bescheinigte. Auch Sabine Resch, die über acht Jahre als Zweite Vorsitzende Verantwortung getragen hat, erhielt ein Geschenk.
In der Kirchenverwaltung sind Thomas Stocker und Martin Obermair für ihr jahrelanges Mitwirken gewürdigt worden. In der Pfarrbücherei hat Birgit Pelikan über 40 Jahre ehrenamtlich gearbeitet, davon seit 2019 als Leiterin; die Leitungsaufgabe ist inzwischen weitergegeben. In der Frauengemeinschaft Flintsbach hat Martha Deininger, die gleich bei ihrer ersten Sitzung zur Vorsitzenden gewählt worden war, ihr Amt in jüngere Hände übergeben.
Ein besonderes Lob gab es für Kirchenpfleger Hans Stocker, der die Pfarrgemeinderatssitzungen belebe, für Gottesdienste musikalische Unterstützung organisiere und viele wichtige Termine übernehme. Im weiteren Verlauf hielt Stocker einen umfassenden und lebendigen Vortrag zur Renovierung des 56 Meter hohen Kirchturms der St.-Martins-Kirche, der unter anderem durch Blitzschlag geschädigt gewesen war. Lang anhaltender Beifall habe gezeigt, dass der Vortrag bei den Gästen sehr gut angekommen sei.