Damit es nicht beim guten Vorsatz bleibt

von Redaktion

Gute Vorsätze wie mehr Sport sind schnell gefasst, und so sind die Fitnessstudios zum Jahresstart voll. Doch die Motivation lässt oft schnell nach. Damit das Durchhaltevermögen steigt, geben Experten aus der Region Tipps für den richtigen und langfristigen Start ins Training.

Bad Endorf/Prien/Stephans- kirchen – „Es ist wie fast jedes Jahr“, sagt Franz Danzl, der das Bad Endorfer Fitnessstudio „Fitness-Alm 1987“ gegründet hat und die Branche seit 40 Jahren kennt. „Die sportliche Betätigung steht ganz oben auf der Liste der Neujahrsvorsätze.“ Rund um den Jahreswechsel verzeichnet die Fitness-Alm 70 bis 80 Neuanmeldungen. Doch Danzl weiß aus langjähriger Erfahrung: „Die Kunst liegt nicht im Anfangen, sondern im Durchhalten.“

Nicht nur in Bad Endorf, sondern auch in Prien ist zum Jahresbeginn ein spürbarer Anstieg der Motivation zu verzeichnen. Peter Grimm, Fitnesstrainer im X-Pack-Fitnessstudio, bestätigt, dass es zum Jahreswechsel zu einem deutlichen Zuwachs an Neumitgliedern kommt. „Ich freue mich als Fitnesstrainer natürlich über jedes neue Mitglied in unserem Club und stehe selbstverständlich immer gerne mit Rat und Tat zur Seite.“

Auch Samuel Ackermann, Fitnessfachwirt und Regionalleiter der Fitnesskette „Now Fit“, hat alle Hände voll zu tun. „Januar und Februar sind die stärksten Monate. Besonders ab dem 7. Januar, wenn die Ferien in Bayern enden, herrscht in all unseren Studios Hochbetrieb“, sagt Ackermann. Dabei geht es nicht nur um Neumitglieder: Auch viele bestehende Mitglieder reaktivieren nun ihre Vorsätze, um fit ins Jahr 2026 zu starten.

Doch warum schaffen es manche Menschen, durchzuhalten, während andere bereits im Februar aufgeben? Für Samuel Ackermann spielt dabei die Lage des Fitnessstudios eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den inneren Schweinehund. „Wichtig ist, dass sich der Studiobesuch problemlos in den Alltag integrieren lässt.

Wer in der Region lebt oder arbeitet, sollte ein Studio wählen, das entweder in Wohnortnähe liegt oder direkt auf dem Arbeitsweg“, erläutert der Fachwirt. Egal, wo man trainiert – ein kurzer Anfahrtsweg ist oft der entscheidende Faktor für den Erfolg. Ackermann beobachtet diesen Zusammenhang seit Jahren: „Wer die Trainingstasche im Auto hat und nach der Arbeit kurz ins Studio fährt, bleibt eher dran.“ Neben Standort und Trainingsumfang spielt auch die Wahl des richtigen Studios eine wichtige Rolle. Samuel Ackermann hat einen klaren Rat für alle Unentschlossenen in der Region: „Schauen Sie nicht nur auf die Hochglanzfotos im Internet! Vereinbaren Sie stattdessen ein Probetraining in einem unserer Studios.“ Wichtig sei, wie man begrüßt wird und ob vor Ort Experten sind, die eventuelle Trainingsfehler korrigieren können.

Kontinuität
statt Überforderung

Generell rät Franz Danzl Einsteigern, langsam zu beginnen und die Intensität stetig zu steigern. Danzls persönlicher Tipp für das neue Jahr: Regelmäßigkeit ist der Schlüssel, um Motivation und Freude am Sport langfristig zu sichern. Ackermann ergänzt: „Lieber zweimal die Woche mit gutem Gewissen als fünfmal in der Woche mit Gewalt. Das Ziel muss realistisch bleiben.“

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