Nußdorf – Der Obst- und Gartenbauverein Nußdorf hat im Rahmen des bayernweiten Förderprogramms „Streuobst für alle!“ die Pflanzung von 50 neuen Hochstammobstbäumen ermöglicht und damit den Erhalt der Streuobstkultur vor Ort in den Mittelpunkt gestellt. Das Programm wird über das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern abgewickelt, das den Erwerb von Streuobstbäumen unterstützt.
Der Verein übernahm die Antragstellung und gab die geförderten Bäume anschließend kostenlos an seine Mitglieder weiter. Ziel des Programms ist es, den in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangenen Streuobstbestand im Freistaat wieder auszubauen. Bis zum Jahr 2035 sollen auf diese Weise rund eine Million neue Bäume gepflanzt werden, um Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu sichern und zugleich die gewachsene Kulturlandschaft sowie alte Obstsorten zu bewahren.
Für den Obst- und Gartenbauverein liegt ein Förderbescheid in Höhe von 1.892 Euro vor. Die organisatorische Abwicklung habe der neue Vorstand übernommen, erläuterte Wolfgang Gar aus dem Führungsteam des Vereins. Gemeinsam mit Baumwart Thomas Kogler sei die Aktion vorbereitet worden. Kogler habe die Mitglieder im Vorfeld zu Sortenwahl und Qualität beraten, die Bäume bei einer Baumschule besorgt und schließlich auch die Verteilung koordiniert, so Gar weiter.
Gepflanzt wurden Apfel- und Birnbäume ebenso wie Quitten, Kirschen, Zwetschgen und Walnussbäume. Viele der jungen Bäume sind auf Sämlingsunterlagen veredelt und gehören zu besonders wertvollen, teils alten Sorten, die heute nur noch selten zu finden sind. Gerade diese Hochstämme gelten als ökologisch besonders wertvoll und prägen über Generationen hinweg das Landschaftsbild.
Die Resonanz innerhalb des Vereins fiel nach Angaben des Obst- und Gartenbauvereins durchweg positiv aus. Man freue sich über die rege Beteiligung der Mitglieder und über das große Interesse am Thema Streuobst.
Sollte erneut Bedarf bestehen, könne sich der Verein nach den Worten von Gar gut vorstellen, eine weitere Obstbaumförderaktion zu organisieren. Zugleich hofft der Obst- und Gartenbauverein auf weitere neue Mitglieder; entsprechende Anträge sind beim Vorstand oder über die Vereins-Homepage erhältlich.stv