Aschau – Die Faschingsgilde Aschau hat in dieser Saison nach New York entführt. Die festlich und aufwendig dekorierte Festhalle, für deren Gestaltung, wie Präsidentin Sophia Winkler verriet, drei Tage investiert wurden, versetzte das zahlreich erschienene und festlich gewandete Publikum samt rotem Teppich direkt an den Broadway. Zur Krönungs-Show fanden sich auch etliche geladene VIP-Gäste ein. Gesichtet wurden unter anderem Erster Bürgermeister Simon Frank mit Gattin Janina, Zweiter Bürgermeister Michael Andrelang und Tourist-Chef Herbert Reiter. Dritte Bürgermeisterin Monika Schmid ließ sich krankheitsbedingt entschuldigen. Ebenfalls anwesend waren Gemeinderäte, Mitglieder von Ortsvereinen sowie zahlreiche ehemalige Faschingsprinzenpaare. Auch Abordnungen der Garden der Prienarria und der Bernauer Chiemseenixen waren zu Gast. Zwischen den begeistert gefeierten Auftritten der Aschauer Garde und der Showtanzgruppe Grabenstätt drehte sich die Festgesellschaft zu den Klängen der Band „Die Sulzberger“.
Wunderschöne
Gewänder
Hofmarschall Wast Bichler begrüßte mit launigen Worten zu „Aschau im neuen Glanz“, ehe die feschen Gardemädchen ihren schwungvollen und perfekt synchron abgestimmten Gardemarsch unter Leitung von Gardemajor Steffi Stockinger zeigten. Das neue Prinzenpaar – Prinzessin Stephanie I., die strahlende Schönheit der willkommenen Herzen im Zauber des Klanges, wunderschön in Pink mit einseitigem Schulterausschnitt gewandet, und seine Hoheit, Prinz Leonhard I., der edle Wächter der Holzkunst und der lodernden Flammen, makellos im Frack gewandet – bekam von Erstem Bürgermeister Simon Frank den Rathausschlüssel überreicht.
Er erklärte, er selbst werde sich nun sechs Wochen in Urlaub begeben; das Rathaus sei ja in sicheren Händen. Später am Abend durfte Bürgermeister Frank sich mit Tourist-Info-Chef Herbert Reiter messen. Es galt, Quizfragen wie „wie viele Faschingsorden die Faschingsgilde Aschau verteile“ oder „wie viele Trainingsstunden die Gardemädchen absolvierten“ zu beantworten.
Im Publikum musste ein Handy mit Sperrbildschirmmotiv Kampenwand und ein linker Damenschuh gesucht werden. Auch beim Spiel „Montagsmaler“ war das Publikum gefragt: Unter viel Gelächter mussten die beiden Herren auf der Bühne erraten, welcher Begriff gesucht war. Mit einem hauchdünnen Vorsprung siegte schließlich der Rathauschef.
Die Showtanzgruppe Grabenstätt zeigte eine aufwendige Show unter dem Motto „Kronjuwelen aus Grabenstätt“, die von der Antike bis nach Versailles führte. Die akrobatisch-artistischen Einlagen sorgten für Raunen und die tänzerischen Darbietungen für stürmischen Applaus und Begeisterungspfiffe. Die drei Ehrenpräsidentinnen Maria Lehner, Daniela Baumgartner und Niki Hirner ließen dann Hofmarschall Wast Bichler antreten: Mit launigen Worten ihrerseits erzählten sie von der Karriere des seit 23 Jahren amtierenden Hofmarschalls. Von Dauerwelle, blond gefärbten Haaren oder einer Reifenwechsel-Aktion, durchgeführt nicht von Prinz Lanz-elot (der Hofmarschall war einmal Faschingsprinz und brachte es sogar kurzzeitig zum Präsidentenamt), sondern vom damaligen Ersten Bürgermeister Kaspar Öttl, nichts wurde ausgelassen. Unter donnerndem Applaus bekam der Hofmarschall eine Ehrenurkunde, eine Ehrennadel und einen Geschenkkorb überreicht. Sein Nachfolger, Sebastian Bichler junior, erwies sich dabei nicht minder rhetorisch begnadet wie sein Vater. Höhepunkt des Abends aber war zweifelsohne gegen Mitternacht der Showteil der Aschauer Garde: Zuerst kamen die Gardemädchen in glitzernden Outfits, deren rassige Choreografie leicht mit Broadway-Shows mithalten konnte. Dass Prinzessin Stephanie I. ihren Titel „Zauber der Klänge“ nicht umsonst trage, bewies sie mit Gesang und Gitarre.
Beim Showtanz, einer gelungenen Mischung aus verschiedensten Tanzepochen und Hebefiguren, wurde mehr als deutlich, dass das Prinzenpaar Spaß am Tanzen hat. Da musste eine Zugabe her. Nach dem Dank an alle Mithelfer, an Tanzschule Ziegler für die Einstudierung der Choreografie des Prinzenpaares, den Wirtsleuten und überhaupt allen Gästen, endete zwar der offizielle Teil, doch für die Show-Besucher war der Abend trotz starken Schneefalls noch lange nicht zu Ende. Getreu dem Motto „The show must go on“ wurde bis spät in die Nacht weiter getanzt und gefeiert.
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