Prutting – „Prutting ist zurück in den wilden 70er-Jahren“, rief der Elferrat aus. Der bis auf den letzten Platz besetzte Dorfstadl tobte begeistert. Ein wahrlich fulminanter Beginn der Faschingssaison 2026. Die Faschingsgilde Prutting hat sich für den Inthroball einiges einfallen lassen. Mit riesigem Aufwand dekorierten die „Faschingsnarrischen“ den Saal nach ihrem diesjährigen Motto „Peace, Love und Rock ‘n‘ Roll“, „Prutting zurück in den wilden 70ern“. Ein – leider – durchaus passendes Thema für die derzeit verrückte Weltlage. In monatelanger Vorbereitung wurden riesige gemalte Leinwände gestaltet. Sie zeigen die bekannten und honorigen Mitglieder der Gemeinde glücklich vereint im „Peace und Love“-Look beim Feiern. Allein das zu sehen, wäre den Besuch des Balles wert gewesen.
Was an Show und Einlagen geboten wurde, schlug dies bei Weitem. Schon beim Einzug des Prinzenpaares, begleitet von der Faschingsgarde und dem Elferrat, tobte der Saal.
Die Stimmung hätte nicht besser sein können, um das bezaubernde Prinzenpaar Prinzessin Rebecca I. und Prinz Michael I. in Amt und Würde zu bringen. Krönchen und Zepter, passend als Hippi-Gitarre gestaltet, wurden dabei vom letztmaligen Prinzenpaar Sandra und Tobias feierlich überreicht. Als „Geschenk an das Volk“ boten sie noch einmal ihren damaligen Prinzenwalzer zum Besten.
Das wiederum sorgte für einen erhöhten Pulsschlag bei dem eben inthronisierten Prinzenpaar. Konnten sie das toppen? Ja, konnten sie. Mit ihrer Ausstrahlung und Begeisterung für ihr Amt tanzten sie sich sofort in die Herzen des Volkes und zeigten unter dessen Applaus einen Walzer, der an Tanzfreude und Akrobatik keine Wünsche offen ließ. Zum Schluss lag die Prinzessin in den Armen ihres Prinzen und erhielt für die gelungene Vorstellung einen langen innigen Kuss. Schließlich sind die beiden auch im richtigen Leben ein Paar.
Die Faschingsgarde, besetzt mit den hübschen und temperamentvollen Mädels des Ortes, stand der Tanzleistung ihres Prinzenpaares in nichts nach und verzauberte die Bühne mit viel Bein, perfekter Choreografie und Tanzfreude. Das belohnten die Ballbesucher mit lang anhaltendem Applaus. Die Zwischenzeit bis zu den Showaufführungen durfte das Volk mit Tanz zu der gut gelaunten James Band und Bar überbrücken. Die Faschingsgilde nutzte die Zeit, sich bei allen Helfern und Sponsoren zu bedanken. Erster Bürgermeister Johannes Thusbaß erhielt einen Faschingsorden mit der strikten Anweisung, diesen in der Öffentlichkeit stets zu tragen. Er handelte jedoch die Erlaubnis aus, ihn im Rathaus und zu Hause ablegen zu dürfen. Es gibt keinen Zweifel: Die Showeinlagen des Prinzenpaares und der Garde waren der ultimative Höhepunkt des Abends.
Da blieben keine Wünsche offen. Wer es dieses Mal verpasst hat, erhält die Gelegenheit, sich beim Gildeball am Samstag, 31. Januar, zu überzeugen, dass die Pruttinger „Show“ können.
Das gilt auch für den Elferrat. Er brachte um Mitternacht noch einmal den Saal zum Kochen. Vor allem die Mädels von der Garde sparten nicht mit Applaus und Zurufen. Über das tänzerische und akrobatische Niveau schauten sie dabei großzügig hinweg.
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