Obing – Mit einem Rückblick auf ein einsatzreiches Jahr, weitreichenden Satzungsänderungen und einem Wechsel an der Vereinsspitze hat die Feuerwehr Obing ihre Jahresversammlung abgehalten. Im Mittelpunkt standen die Bilanz des Jahres 2025, die Stärkung der Jugendarbeit und die Neuwahl des Vorstands.
Vorsitzender Simon Frank begrüßte zahlreiche Feuerwehrkameraden und Ehrengäste, darunter Bürgermeister Josef Huber und Vertreter der Kreisbrandinspektion.
Der Verstorbenen
gedacht
Er stellte zum letzten Mal die Tagesordnung vor und gedachte der vier verstorbenen Vereinsmitglieder. Schriftführer Rupert Voderhuber blickte auf das ereignisreiche Jahr 2025 zurück und trug humorvolle historische Protokolle aus den Jahren 1925 und 1926 vor. Darin war unter anderem festgehalten, dass damals ein Strafgeld von zehn Pfennig für unentschuldigtes Fehlen bei Übungen beschlossen wurde.
Kommandant Alexander Ullrich berichtete von 74 Aktiven, darunter 13 Frauen und 61 Männer. Mit 48 Einsätzen – 13 Brände, 22 technische Hilfeleistungen und fünf sonstige Einsätze – war das Jahr 2025 etwas ruhiger als das Vorjahr. Insgesamt leisteten die Feuerwehrler 913 Einsatzstunden, hinzu kamen 1.077 Übungsstunden sowie zahlreiche Lehrgänge. Gerätewart Günter Kirchner prüfte nach den Angaben Hunderte Atemschutzgeräte und füllte 226 Atemluftflaschen, in der Schlauchpflege wurden 424 Schläuche geprüft. Ullrich dankte allen Unterstützern in seinem ersten Amtsjahr.
Jugendwart Johannes Thurner vermeldete 16 aktive Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. Für Erheiterung sorgte sein Versprecher vom „Vaterschaftstag“, bei dem vier Neuzugänge gewonnen wurden. Die Jugendgruppe leistete rund 1.600 Stunden bei Übungen und Aktionen. Ein Höhepunkt war der Besuch der Jugendgruppe aus St. Pauls in Südtirol; ein Gegenbesuch ist für 2026 geplant.
Vorsitzender Simon Frank hob die gewachsene Freundschaft mit der Wehr aus Südtirol hervor. Der Verein zählt derzeit 276 Mitglieder. Frank blickte auf Vereinsaktivitäten wie das Dorfschießen zurück und ehrte zum Ende seiner Amtszeit Gerätewart Günter Kirchner für dessen langjähriges Engagement mit der Ernennung zum Ehrenkommandanten.
Kassier Max Hamm legte einen Kassenbericht vor, der ein Minus auswies. Die Kassenprüfer bestätigten dennoch eine einwandfreie Kassenführung, woraufhin der Vorstand entlastet wurde. Frank dankte dem scheidenden Kassenprüfer Georg Zierer für dessen 27-jährige Tätigkeit.
Die Versammlung stimmte anschließend einstimmig Satzungsänderungen zu. Künftig werden Feuerwehranwärter als eigene Gruppe geführt, die Altersgrenze für den Eintritt entfällt und die Kündigung für Jugendliche wird vereinfacht. Ziel sei es, den Zugang zur Feuerwehr zu erleichtern und die Jugendarbeit weiter zu stärken.
Bürgermeister Josef Huber dankte den Aktiven für ihr Engagement. Kreisbrandrat Christof Grundner schloss sich an, hob die positive Entwicklung der Jugendfeuerwehr hervor und ging auf die Finanzierung von Fahrzeugen ein. Er verwies auf eine landesweite Ausschreibung für ein einheitliches Löschfahrzeug, mit der die Kosten gesenkt werden sollen.
Bei den Neuwahlen wurde Dominik Baumann zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Simon Frank, der das Amt zwölf Jahre innehatte.
Neu im Amt sind zudem Michael Rothmayer als Zweiter Vorsitzender und Korbinian Thurner als Schriftführer. Kassier Max Hamm wurde im Amt bestätigt.
Um rege
Beteiligung gebeten
Christoph Maier und Lukas Lademann wurden zu Fähnrichen gewählt, Sebastian Eicher und Leo Rosenlehner zu Kassenprüfern.
Abschließend bat der neue Vorsitzende Dominik Baumann um rege Beteiligung bei künftigen Veranstaltungen, insbesondere beim Feuerwehrfest in Rabenden 2026.