Nachruf

von Redaktion

Großholzhausen – Eine große Trauergemeinde versammelte sich in der Aussegnungshalle des Städtischen Friedhofs Rosenheim, um Abschied von Irmengard Franz zu nehmen, die im Alter von 79 Jahren verstorben war. Gemeindereferentin Hannelore Maurer blickte auf das Leben der Verstorbenen zurück.

Irmengard Franz wurde 1946 in Traunstein geboren. 1959 zog die Familie nach Rosenheim, wo sie die Realschule für Mädchen besuchte. Mit ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Monika war sie eng verbunden. Nach dem erfolgreichen Schulabschluss vermittelte der Vater ihr eine Stelle bei der Sozialversicherung der Deutschen Bundesbahn. Neun langweilige Jahre folgten in diesem Beruf, wie die Verstorbene stets erzählte. Irmi schloss sich der Gewerkschaftsjugend an und lernte dort ihren späteren Mann Werner kennen. 1966 heirateten die beiden und Tochter Christine kam zur Welt. Groß war die Freude, als Irmi 1970 noch einmal große Schwester wurde.

Beruflich orientierte sich Irmengard Franz neu und arbeitete fortan in der Geschäftsstelle des Chiemsee Yachtclubs in Prien. Hier war sie zuständig für die Büroorganisation, die Buchhaltung, die Abwicklung von großen Regatten, Festabenden bis hin zur Durchführung von nationalen und internationalen Meisterschaften. 30 Jahre war sie fester Bestandteil des Vereins. Ein großer Wunsch ging 1997 in Erfüllung, sie wurde Oma und war überglücklich über ihre Enkelin Anna.

Gesundheitsbedingt wollte sie 2001 im Beruf kürzertreten. Dies wurde vom Arbeitgeber nicht akzeptiert, und ihr wurde gekündigt. Sie fiel in ein tiefes Loch. Erst als sie 2003 mit ihrem Mann von Rosenheim nach Großholzhausen in die Nähe ihrer Tochter und deren Familie zog, fand sie wieder Lebensfreude. Aufgrund ihrer liebenswerten, freundlichen und aufgeschlossenen Art fand sie schnell Anschluss in der Dorfgemeinschaft. Sie engagierte sich in der Frauengemeinschaft und war von 2006 bis 2014 Mitglied im Pfarrgemeinderat St. Georg. Sie nahm gerne an der Seniorengymnastik teil. Eine ihrer Leidenschaften waren die regelmäßigen Treffen der Handarbeitsgruppe im Pfarrstadl. 2009 erhielt ihr Ehemann die Diagnose Alzheimer. Irmengard Franz betreute und pflegte ihn 13 Jahre bis zu seinem Tod 2022. Leider war es ihr nicht vergönnt, nach dieser schweren Zeit das Leben nochmals zu genießen. Die Gesundheit spielte nicht mit, es folgten einige Krankenhausaufenthalte und Operationen.

Am Familiengrab nahm die Vorsitzende der Frauengemeinschaft Großholzhausen, Marion Kreckl, mit bewegenden Worten Abschied. Die Verwandtschaft und viele Freunde verneigten sich am offenen Grab.koa

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