Brannenburg – Kurz nach Weihnachten hat das Wendelsteintheater Brannenburg mit dem Stück „A Mordsgschicht“ die aktuelle Theatersaison eröffnet. Alle Aufführungen, sowohl im alten als auch im neuen Jahr, verliefen planmäßig und wurden vom Publikum sehr gut angenommen, oft vor ausverkauftem Haus.
Wie in jedem Jahr wurde vorab eine Generalprobe vor besonderem Publikum durchgeführt. Eingeladen waren Senioren aus den umliegenden Heimen, die reguläre Abendvorstellungen häufig nicht mehr besuchen können. Bei Kaffee, Getränken und weihnachtlichem Gebäck wurde gemeinsam Theater erlebt und ein geselliger Nachmittag gestaltet. Eine Neuerung gab es am Sonntag, 28. Dezember, mit dem erstmals angebotenen Theater-Frühschoppen, der auf große Resonanz stieß. Auch die weiteren vier Aufführungen verliefen reibungslos. Trotz einer Krankheitswelle zeigte sich das Ensemble zuverlässig und gut vorbereitet. Das Publikum reagierte durchgehend aufmerksam, mit viel Gelächter und Applaus.
„A Mordsgschicht“ ist ein Vierakter von Veronika Schütt und Olaf Köhler. Schauplatz ist das Traditionsgasthaus Gipfelwirt, das wirtschaftlich unter Druck steht. Die Wirtin Fanny hält aus Überzeugung und Verbundenheit zu ihrem verstorbenen Vater an gewohnten Abläufen fest und begegnet Neuerungen zunächst skeptisch. Auf Initiative der Belegschaft wird schließlich ein Versuch gewagt: ein Krimidinner auf dem Berg. Die geladenen Gäste, ein aufziehendes Gewitter und die besondere Situation bilden den Rahmen der Handlung. Als es im Laufe des Abends zu einem tatsächlichen Verbrechen kommt, nehmen die Ereignisse eine unerwartete Wendung. Ein Kommissar, ein Dachziegel, eine Ritterrüstung und überraschende Auftritte treiben das Geschehen weiter voran.
Die Inszenierung stellte besondere Anforderungen: Gespielt wurde gleichzeitig auf Haupt- und Nebenbühnen mit fließenden Übergängen. Nahezu alle Schauspieler standen fast durchgehend auf der Bühne. Auch für den Bühnenbau bedeutete dies eine organisatorische und technische Herausforderung.
Die Spielleitung lag in den Händen von Andrea Zaggl, die das anspruchsvolle Stück mit sicherem Gespür für Rhythmus, Humor und klare Abläufe auf die Bühne brachte. An allen Aufführungstagen gab es ein musikalisches Rahmenprogramm vor dem Theater, in den Pausen und nach den Vorstellungen. Neu war in dieser Saison außerdem die Bewirtung: Nowaks Bergliebe übernahm die kulinarische Versorgung und erhielt dafür viele positive Rückmeldungen. Nach der letzten Aufführung traf sich das Ensemble noch zu einem gemeinsamen Essen in der Wendelsteinhalle. Am Dienstag, 6. Januar, folgte das traditionelle gemeinsame Aufräumen, bei dem Spieler, Bühnenbauer und Helfer die Halle wieder auf Stand brachten.
Die Jahreshauptversammlung des Wendelsteintheaters findet am Sonntag, 1. Februar, um 19.30 Uhr im Berggasthof Kogl statt. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen.