Rotes Kreuz Rohrdorf erfährt Rekordjahr

von Redaktion

1.116 Stunden ehrenamtlich Sanitätsdienst abgeleistet – Bürgermeister lobt Bedeutung des BRK

Rohrdorf – Ein starker gemeinschaftlicher Zusammenhalt und ein überdurchschnittlich großes Engagement eines jeden Mitglieds – das zeichnet die Bereitschaft Rohrdorf immer wieder aus. Dies wurde bei der Jahresabschlussfeier deutlich, die Bereitschaftsleiter Max Unterlinner mit einem großen Dankeschön an die Mitglieder eröffnete. Zudem bedankte er sich beim Förderverein First Responder Rohrdorf, bei der Gemeinde Rohrdorf und allen anderen zahlreichen Spendern, die bei der Ersatzbeschaffung des neuen Rettungswagens unterstützten.

Rückblick auf das
vergangene Jahr

In seinem Jahresrückblick ging Unterlinner näher auf die einzelnen Bereiche ein. Bei den drei großen Festwochen der Rohrdorfer Musik, der Feuerwehr Törwang und der Feuerwehr Schloßberg gab es einige, auch sehr umfangreiche Dienste zu meistern. Dazu kamen zahlreiche Einzeldienste, die über das ganze Jahr verteilt waren. Ehrenamtlich leisteten die Rotkreuzler insgesamt 45 Sanitätsdienste mit über 1.116 Stunden.

Bei Veranstaltungen ist es oftmals vorgeschrieben, dass ausgebildete Einsatzkräfte vor Ort sind. Besonders viel Freizeit dafür haben Yvonne Stier mit 75 Stunden, Florian Retzer mit 92 Stunden und Peter Bartel mit 229 Stunden Dienstzeit gespendet. Auch die vier Blutspendetermine, die von der Bevölkerung zahlreich in Anspruch genommen werden, werden durch die ehrenamtlichen Mitglieder organisiert. Im Jahr 2025 haben 813 Spender die Termine besucht – im Vergleich zum Jahr 2024 mit 599 Spendern sind das 214 Spender mehr. Als Ziele und besondere Aufgaben für 2026 nannte der Bereitschaftsleiter insbesondere mehr SAN-Dienste als im vergangenen Jahr.

Unterlinner nahm die Jahresabschlussfeier zum Anlass, eine personelle Veränderung in der Vorstandschaft bekannt zu geben. Anton Kieler hat bei den vergangenen Wahlen sein Amt als stellvertretender SEG-Leiter Behandlung an Martin Antretter übergeben. Unterlinner informierte die Anwesenden zudem über die im Jahr 2025 gefahrenen 141 Einsätze des First Responders. Im Bereich First Responder wurden vergangenes Jahr insgesamt 3.414 Bereitschaftsstunden geleistet.

Im Bereich der Breitenausbildung konnten die Ausbilder wieder auf ein ereignisreiches Jahr im Bereich der Ersten Hilfe zurückblicken. Überwiegend fanden diese in Firmen und Einrichtungen in der näheren Umgebung statt. Ein herzlicher Dank gilt auch den Organisatoren und Ausbildern der eigenen Bereitschaft, die jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat dafür sorgen, dass der Ausbildungsstand der Mitglieder auf aktuellem Stand bleibt.

Im Jahr 2025 rückte auch die Schnelleinsatzgruppe, kurz SEG, regelmäßig aus. In 42 Einsätzen, die unter anderem durch Brandmeldungen oder zur Ergänzung des Rettungsdienstes ausgelöst wurden, waren die freiwilligen Helfer gefragt. Ebenfalls waren die Mitglieder im Bereich SEG-Behandlung, mit dem „neuen“ Auto – dem Gerätewagen Rettung, kurz GW-Rett – bei acht Einsätzen gefordert. Um in Einsatzfällen stets gut vorbereitet zu sein, wurden auch im Jahr 2025 vermehrt Übungsabende mit dem GW-Rett inszeniert. Dazu kam die Teilnahme an zwei großen Übungen, wie bei einem nachgestellten Busunfall in Bernau und einem simulierten Chemieunfall in Flintsbach.

Auch im Jugendrotkreuz war neben den regelmäßigen Gruppenstunden einiges geboten, wie der Kreiswettbewerb im April 2025 in Ebersberg.

Dank im Namen
der Gemeinde

Rohrdorfs Bürgermeister Simon Hausstetter sprach allen Mitgliedern des BRK im Namen der ganzen Gemeinde ein herzliches Dankeschön aus und betonte die außerordentliche Wichtigkeit der Arbeit des Roten Kreuzes für die Bevölkerung. Voll des Lobes für die herausragende Arbeit und die stete Weiterentwicklung der Bereitschaft Rohrdorf waren auch der stellvertretende Kreisgeschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Rosenheim, Thomas Neugebauer, sowie Kreisbereitschaftsleiter Michael Lederwascher.

Lederwascher übernahm in diesem Jahr die Ehrungen der ehrenamtlichen Mitglieder: Ludmila Hele und Karl Schiller erhielten zum Dank für zehn Jahre ehrenamtliches Engagement eine Urkunde. Für 25 Jahre durfte sich Anton Kieler über eine Urkunde freuen und Korbinian Brandmaier für 30 Jahre ehrenamtliches Engagement.

Artikel 1 von 11