Neubeuern – Eine große Trauergemeinde fand sich zusammen, um Hildegard Linner, älteren heimischen Mitbürgern als „Gruber Hildegard“ bekannt, das letzte Geleit zu erweisen. Gesundheitliche Einschränkungen bedurften einer Betreuung im Pflegeheim am Samerberg, wo Hildegard Linner die letzten Lebenswochen betreut verbrachte.
Ein bewegter Lebensweg begann 1941 in Altenbeuern. Die beschwerte Kindheit in den Nachkriegsjahren war eine prägende Zeit. Der Schulzeit in Neubeuern schloss sich eine kaufmännische Ausbildung an. Wechselnde Arbeitsstellen, an der Schule Schloss Neubeuern, wie im Reformhaus oder beim Baubiologischen Institut, forderten ihren Einsatz. Der frühe Tod von Ehemann Walter war ein einschneidender Markstein im Lebensweg. Zuverlässigkeit, Freundlichkeit, Liebe und Bezug zur Heimat prägten die handwerklich geschickte Mitbürgerin. Blumen und Gestecke waren ihr ein besonderes Anliegen.
Der Gemeinschaft der Familie mit Sohn, Schwiegertochter und Enkelkind galt ihre große Zuwendung. Auf ihre Hilfsbereitschaft konnte man sich verlassen. So war sie auch über viele Jahre helfende Begleitperson für Kunstmaler Wolfgang Reuther. Die Betreuung der Grabstelle des vor Jahren verstorbenen Malers war ihr lange Jahre ein persönliches Anliegen. Geselligkeit fand sie in der Gemeinschaft des Trachtenvereins Immergrün Altenbeuern und in der Wertegemeinschaft der Katholischen Arbeitnehmerbewegung. Hier war sie eingebunden und verlässliches Mitglied. Die umgebende Natur der Heimat war Anziehungspunkt ihrer Freizeit, das Bürgl in Altenbeuern oder der Badesee in Neubeuern waren gern besuchte Ruhepunkte oder Ziel zu geselligen Treffen. Die Fahnen der Frauengemeinschaft, der KAB und des Trachtenvereins Immergrün Altenbeuern waren ein letzter Ehrengruß an die Verstorbene. swt