Hartes Training und jede Menge Gaudi

von Redaktion

Der Weg zum Prinzenpaar war für Rebecca Dangl und Michael Reif hart. Monatelange Geheimhaltung und hartes Training waren eine Herausforderung. Nun regieren sie den PruttingerFasching unter dem Motto „Peace, Love & Rock’n’Roll“.

Prutting – „Ich hab’ mit Fasching bisher gar nichts am Hut gehabt“, sagt Michael Reif (31) und lacht. Und dennoch: Seit einigen Tagen regiert er nun als King of Magic – Prinz Michael I., Groovender Regent der bunten Zeit, den Pruttinger Fasching unter dem Motto „Peace, Love & Rock’n’ Roll“. Und das selbstverständlich nicht alleine. An seiner Seite steht mit Rebecca Dangl (26) – nun bekannt als Queen of Flowerpower – Prinzessin Rebecca I., Herrscherin der Hopfenfelder und guten Laune, nicht nur seine Faschingsprinzessin, sondern auch seine Partnerin im Leben abseits des royalen Faschingslebens.

Monatelange
Geheimhaltung

Und sie war es letztlich auch, die ihn zum Fasching brachte. Denn anders als der Prinz hat Prinzessin Rebecca schon einiges an Faschingserfahrung im Gepäck. „Ich bin schon seit 2018 in der Garde“, erzählt sie im OVB-Interview. Vom Gardemädchen ging es in die Vorstandschaft und zum Gardemajor: Eigentlich hatte sie schon alle Stationen durch und wollte in dieser Saison mit dem Tanzen aufhören. Bis dann plötzlich das Präsidium vor ihrer Tür stand und sie fragte, ob sie mit ihrem Partner das diesjährige Prinzenpaar bilden wolle. Für sie war die Antwort sofort klar – und auch Michael ließ sich dann doch schnell von seiner Partnerin überzeugen. Denn: Das Tanzen, das macht ihm schon Spaß.

Obwohl Rebecca bereits eine geübte Tänzerin ist und auch ihr Partner viel Freude am Tanzen hat, war das Training für die Faschingssaison hart, wie die beiden berichten. „Im Juni haben wir angefangen zu trainieren“, sagt Rebecca. Doch fast genauso hart wie das Training war das Wahren ihres Geheimnisses. Denn erst am 11. November durften die beiden verraten, dass sie das neue Prinzenpaar von Prutting sein werden. Auch Freunde und Familie durften es nicht wissen.

Glücklicherweise hatten die beiden einen entscheidenden Vorteil. Da sie zusammenwohnen, fiel es auch nicht allzu sehr auf, dass sie plötzlich dreimal wöchentlich abends heimlich verschwanden. „Wir haben schon gute Ausreden gehabt“, sagt Rebecca und lacht. „Aber irgendwann hat uns keiner mehr so wirklich geglaubt.“ Denn trotz aller Geheimhaltung – Spekulationen gibt es wohl in jedem Jahr. Und nicht nur das Zusammenleben ist für die Proben von Vorteil. Auch beim Tanzen machte es die ein oder andere Sache für das Paar deutlich einfacher. „Man hat zum Beispiel bei Hebefiguren einfach weniger Hemmungen, wenn man das Ganze mit dem eigenen Partner macht“, erklärt Michael, der übrigens auch privat fast nur „Magic“ genannt wird. Ein Spitzname, der sich aus Fußball-Kreisen nun bis in seine Regentschaft gezogen hat.

Dennoch waren die anstrengenden Proben teils auch eine Belastungsprobe für die inzwischen fast dreijährige Beziehung, geben die beiden zu. „Sobald kein Trainer mehr da ist, kann man sich gegenseitig kritisieren“, erzählt Rebecca. „Dann wird das schon mal zur Belastungsprobe. Aber wir haben das schon ganz gut hingekriegt“, ergänzt sie und blickt lächelnd zu ihrem Partner. Das Wichtigste sei, sich auf sich selbst zu konzentrieren. „Schlussendlich ist es Fasching, es geht um die Gaudi, und keiner erwartet von uns, dass wir Profitänzer sind.“

Lampenfieber beim
ersten großen Auftritt?

Die erste „Feuerprobe“ hat das Pruttinger Prinzenpaar schon mit Bravour bestanden. Beim Inthroball hatten die beiden ihren ersten großen gemeinsamen Auftritt. „Als wir da auf der Bühne standen und ich die ganzen Leute gesehen habe, wie sie applaudieren und sich freuen. Puh, da hab ich mich schon gefragt: ‚Worauf hast du dich da eingelassen?‘“, erzählt Michael von seiner Nervosität und lacht. Glücklicherweise ist seine Partnerin das Rampenlicht schon ein wenig gewöhnt, aber auch für sie war der erste Auftritt als Prinzenpaar eine neue Erfahrung. „Es ist schon etwas anderes, wenn man plötzlich im Mittelpunkt steht und nicht Teil der Gruppe wie in der Garde ist“, erzählt sie. Und das Wichtigste, darin sind sich beide einig: „Es hat riesigen Spaß gemacht.“

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