Großkarolinenfeld – Der Bauausschuss der Gemeinde hat erneut über einen bereits im Jahr 2021 diskutierten Vorgang beraten. Es ging dabei um Baumfällarbeiten im Bereich der evangelischen Kirche, verbunden mit Ersatzpflanzungen an der Grundschule.
Bürgermeister Bernd Fessler berichtete eingangs, dass bei der Neueinweihung der renovierten Karolinenkirche im Herbst vergangenen Jahres Pfarrer Dr. Richard Graupner die Bitte geäußert hatte, einige Bäume auf dem Vorplatz der Karolinenkirche freizuschneiden und zu fällen, damit die renovierte Kirche deutlich an Sichtbarkeit gewinne.
Bereits vor fünf Jahren
ein Thema
Bürgermeister Fessler blickte auf das Jahr 2021 zurück. Damals hatte Stadtplaner Till Fischer im Rahmen der städtebaulichen Untersuchungen zur Grünen Mitte festgestellt, dass die historische Keimzelle im Sommer kaum sichtbar sei, da die Karolinenkirche auf ihrer Westseite völlig eingewachsen ist und kein direktes freies Umfeld besitzt. Auch im damaligen Gemeinderatsprotokoll wurde dies festgehalten. Dort heißt es: „Trotz seiner vielfältigen Nutzung und hohen Lagegunst ist der Untersuchungsbereich durch eine Reihe von Mängeln geprägt. Der Gehölzbestand im Umgriff wirkt weitgehend ungeordnet. Die evangelische Kirche wird durch die stark ausgewachsenen Bestandsbäume verdeckt und ist so im städtebaulichen Umfeld im Sommer kaum wahrnehmbar.“
Als Ziel für die Gestaltung der Grünen Mitte wurde damals bereits genannt, dass durch eine Auslichtung des ausgewachsenen Grünbestandes die Blickbeziehungen im Umgriff verbessert und die angrenzenden Gebäude zur Geltung gebracht werden sollen. Insbesondere das leicht erhaben stehende Baudenkmal der klassizistischen Karolinenkirche solle freigestellt werden, damit ihm gebührender Platz zukomme. Deshalb fand im November vergangenen Jahres zusammen mit dem gemeindlichen Gärtner ein Vororttermin statt, bei dem die Entnahme von drei Bäumen – zwei Eichen und ein Ahorn – besprochen wurde. „Durch die Entnahme dieser drei Bäume soll zum einen die Sicht auf die Kirche deutlich verbessert sowie in der Frontansicht der Kirche eine Art Torwirkung erzielt werden.“
Als Ersatz wurde die Neupflanzung einer Esche im Bereich des Kirchenumfeldes vereinbart. Zusätzlich solle auch im Bereich des Pausenhofs an der Grundschule eine Neupflanzung von insgesamt vier Bäumen realisiert werden. Bürgermeister Fessler dazu: „Die aktuelle Situation des Baumbestandes im Bereich des Pausenhofs ist stark verbesserungsbedürftig und der Baumbestand zu klein.“ Demnach sei aktuell keine Verschattung mehr gegeben. Um den zukünftigen Baumpflanzungen den notwendigen Platz zu verschaffen, ist geplant, den Bereich der Ersatzpflanzung großflächig auszuheben. Vorrangiges mittelfristiges Ziel der Ersatzbaumpflanzungen am Pausenhof ist eine deutliche Steigerung der Aufenthaltsqualität durch Verschattung. Zudem werde durch diese Maßnahme auch der optische Eindruck des Pausenhofes deutlich aufgewertet.
Kosten von
60.000 Euro
Die Verwaltung bezifferte die Kosten auf rund 60.000 Euro (brutto), wobei der gemeindliche Bauhof zusätzlich federführend tätig sein werde. Auch seitens der Feuerwehr bestünden keine Einwände gegen diese Baumpflanzungen im Pausenhof der Grundschule.
Nach kurzer Diskussion wurde mit sechs zu eins Stimmen der Beschluss gefasst, dass der gemeindlichen Bauhof die drei Bäume auf dem von der Evangelisch-Lutherischen Pfründe-Stiftung gepachteten Grundstück fällen soll. Parallel dazu sollen jedoch Ersatzpflanzungen im Bereich der Karolinenkirche sowie im Bereich des Pausenhofs der Grundschule durchgeführt werden. Die für die Ersatzpflanzungen notwendigen Mittel seien in den Haushalt 2026 einzustellen.