Endorfer ärgert sich über Schlaglöcher

von Redaktion

Ein Bürger aus Bad Endorf beklagt zahlreiche Straßenschäden und wirft der Gemeinde Untätigkeit vor. Bürgermeister Alois Loferer weist die Vorwürfe zurück, zeigt aber Verständnis und verweist auf bereits getätigte sowie geplante Sanierungsmaßnahmen, darunter ein großes Kreisverkehr-Projekt.

Bad Endorf – Untätigkeit möchte Klaus Müller der Gemeinde Bad Endorf grundsätzlich gar nicht vorwerfen. Sieht er doch, dass trotz überschaubarer Finanzen einiges gemacht wird, wie der Neubau von Kindergarten und Schulzentrum oder auch die Sanierung am Haus des Gastes. „Wenn es aber um die Straßen geht, passiert hier schon seit Jahren nichts mehr”, meint Müller und nennt einige Beispiele wie lose Gehwegplatten in der Bergstraße, Stolperfallen direkt neben dem Rathaus oder ein großes Loch am Kirchplatz. „Und das sind nur ein paar der Schäden. Die Liste kann ich beliebig weiterführen“, sagt der Bad Endorfer.

Er wandte sich daher bereits mehrfach an die Gemeinde und versuchte, auf die Situation aufmerksam zu machen. Das Ergebnis enttäuscht ihn. Zwar wurden im Haushalt von 2024 rund 140.000 Euro für die Straßensanierung vorgesehen. „Aber nirgendwo lässt sich klar feststellen, wo das Geld investiert wurde“, meint Müller, der nicht der Einzige sei, den diese Situation in Bad Endorf frustriert. „Da gibt es einige Anwohner, die ähnliche Geschichten erzählen könnten”, ist er überzeugt.

Auf Anfrage des OVB bestätigt Bürgermeister Alois Loferer, dass die Straßensituation in Endorf nicht einfach zu überblicken ist. „Allerdings sind wir alles andere als untätig“, versichert der Rathauschef und verweist auf mehrere Sanierungsarbeiten, zum Beispiel in der Hofhamer Straße, dem Simssee- sowie dem Chiemseeweg.

Laut dem Endorfer Bauamt sind sogar über 200.000 Euro im Jahr 2024 in Straßenarbeiten geflossen. Eine konkrete Haushaltszahl für 2025 gibt es noch nicht. Wann genau welche Schäden behoben werden, könne man allerdings nur schwer vorhersagen. „Wir haben einen groben Plan, allerdings entstehen auch immer wieder unvorhersehbare Schäden, um die wir uns kümmern müssen. Das ist ein laufender Prozess”, meint Loferer.

Etwas konkreter wird es beim vom Bürgermeister bezeichneten „Jahrhundertprojekt“ – dem Kreisverkehr am Kirchplatz. Dieser soll für die größte Entlastung auf den Straßen von Bad Endorf sorgen, indem keine doppelte Ampelschaltung mehr an den Kreuzungen von Rosenheimer-, Wasserburger- und Traunsteiner Straße für Stauchaos im Zentrum sorgt. Auch hier prangerte Müller an, dass der Kreisel seit Jahren angekündigt sei, jedoch wenig passiere. Das soll sich im April 2026 ändern. „Da werden wir mit dem Tiefbau beginnen und das Wasserrohr unter der Straße verbreitern“, erklärt der Bürgermeister. Das sei eine Vorgabe des Hochwasserschutzes und müsste gemacht werden, bevor der Kreisel gebaut werden kann.

Staats- und Privatstraßen
keine Sache der Gemeinde

Schließlich drückt Loferer nochmals sein Verständnis für die Straßensituation aus, bittet die Anwohner jedoch auch um Rücksicht. „Wir müssen viel beachten. Staats- und Privatstraßen dürfen wir zum Beispiel nicht einfach erneuern, und speziell im Winter haben wir mit diversen Frostschäden zu kämpfen“, meint der Rathauschef und betont nochmals, dass das Bauamt sich bemüht, die Gemeindestraßen in einen guten Zustand zu versetzen.

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