Thomas Schmidinger junior leitet Feuerwehr

von Redaktion

Andreas Pichler jetzt Ehrenvorsitzender in Schnaitsee – Franz Kaiser seit 60 Jahren Mitglied

Schnaitsee – Bei der gut besuchten Jahresversammlung der Schnaitseer Feuerwehr hob Bürgermeister Thomas Schmidinger den hohen Wert der aktiv Dienstleistenden für die Bevölkerung hervor. „Ihr seid Leute, die sich in ihrer Freizeit für uns alle zur Verfügung stellen. Euer Einsatz gilt besonders dem Dienst am Nächsten. Ihr seid zur Stelle, wenn Ihr gebraucht werdet.“ Zudem erläuterte er den Feuerwehrbedarfsplan, den die Gemeinde für die drei Feuerwehren in Auftrag gegeben hat. Und er leitete auch die Neuwahlen. Dabei gab es das Novum, dass mit Thomas Schmidinger junior sein Sohn in geheimer Wahl ohne Gegenstimme zum Vorsitzenden gewählt wurde. Andreas Pichler, der nach 23 Jahren an der Spitze nicht mehr zur Verfügung stand, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Führung
entlastet

Zweiter Vorsitzender wurde Hans Weidinger. Da Franz Oberleitner auch nach vielen Jahren als Kassier aufhörte, wurde mit Marcus Schmidinger der zweite Sohn des Bürgermeisters einstimmig gewählt. Oberleitner wird ihn als Stellvertreter noch unterstützen. Schriftführer bleibt Andreas Sachsenhammer. Ihm zur Seite wurde Felix Pichler gestellt. Als Fähnrich wurde Thomas Mörtl gewählt. Ihm zur Seite steht Andreas Pichler (Mittermayr). Kassenprüfer bleiben Georg Lederer und Hans Schmidinger.

Nach dem Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche wurde der verstorbenen Mitglieder Werner Rauschhuber, Sepp Rohrer, Traudl Ederer, Wast Altenweger, Johann Paulübl und Konrad Wimmer gedacht. Der Kassenbericht von Franz Oberleitner wies ein Plus auf. „Dafür haben wir der Firma Mörtl zu danken. Die Bewirtung bei der Ausstellung bringt uns dieses Plus ein.“ Auf Antrag der Revisoren Georg Lederer und Hans Schmidinger wurde die Führung entlastet. Schriftführer Andreas Sachsenhammer blickte auf die gesellschaftlichen Höhepunkte zurück. Dabei wurden zahlreiche Jubiläen der umliegenden Wehren besucht. Auch er nannte die Gewerbeausstellung und das Garagenfest als wichtige Veranstaltungen. Er blickte auf die Brandwache beim Sonnwendfeuer und auf den Martinimarkt zurück. Immer wieder nehmen die Feuerwehrler an Einsstockturnieren mit wechselnden Erfolgen teil.

Vorsitzender Andreas Pichler ehrte daraufhin langjährige Mitglieder. Seit 60 Jahren ist Franz Kaiser bereits bei der Wehr. Für 50 Jahre wurden Sepp Scherr, Florian Erdlen, Siegfried Hudelist und Georg Dettenbeck ausgezeichnet. Seit 40 Jahren sind Georg Stadler und Alois Randinger dabei, und seit 25 Jahren gehören Martin Mörtl und Stefan Spreigl der Wehr an.

Jugendleiter Andreas Kaltenhauser und seine Unterstützer Maxi Kain und Thomas Schmidinger betreuten 2025 14 Jugendliche. Sie unterrichteten den Nachwuchs zu den Themen Brennen und Löschen, sicherer Umgang mit den Geräten und in der Knotenkunde. Die Jungen übernahmen die Bewirtung bei der Gewerbeschau und betreuten die Teilnehmer am Ferienprogramm. Sie nahmen am Feuerwehrtag in Pietling, beim Wissenstest in Trostberg und bei der Übergabe des Friedenslichtes in Tittmoning teil. Insgesamt leisteten die Jugendlichen 752 Stunden im Ehrenamt. Die drei Jugendbetreuer investierten 305 Stunden in die Nachwuchsarbeit.

Sepp Egginger von der Inspektion gratulierte allen Gewählten und hob die Wichtigkeit der Übernahme von Verantwortung hervor. Er informierte, dass im Juli ein Zeltlager für den Nachwuchs am Waginger See stattfindet. Ehrenkommandant Siegi Hudelist dankte dem Führungsteam und konstatierte „Unsere Aktiven leisten nicht 100, sondern 150 Prozent.“

Kommandant Sepp Emmerer berichtete von einem insgesamt sehr ruhigen Einsatzjahr. „Allerdings haben uns zwei Einsätze sehr gefordert. Da war zum einen der Brand einer Kiessortieranlage in der Kiesgrube in Hochschatzen, wobei die Rauchwolke viele Kilometer zu sehen war, und zum anderen ein Arbeitsunfall mit einer Verpuffung in Garting. Hierbei wurde ein Arbeiter schwerst verletzt. Leider verstarb dieser später im Krankenhaus. Solche Vorfälle nehmen auch unsere Aktiven sehr mit.“

Die 58 Dienstleistenden rückten zu 19 Einsätzen aus. Dazu gehörten neben den fünf Brandfällen auch zwei Wohnungsöffnungen und in erster Linie technische Hilfeleistungen. Die relativ wenigen Einsätze sind darauf zurückzuführen, dass die schlimmen Unwetter ausblieben. Insgesamt wurden 1147 Stunden abgeleistet. 21 Aktive können zum schweren Atemschutz eingesetzt werden. Die Fahrzeuge wurden 4.608 Kilometer bewegt. Zu den Übungsszenarien gehörte eine Eisrettung am Habamer Mösl, die Erste Hilfe zusammen mit dem BRK, ein fingierter Waldarbeiterunfall und eine Vegetationsbrandbekämpfung. Auch Gemeinschaftsübungen mit den Nachbarwehren wurden absolviert.

Notstromaggregat
und Wassersauger

Durch die Gemeinde wurden ein Wassersauger und ein Notstromaggregat angeschafft. Höhepunkt war natürlich das Eintreffen des neuen Mehrzweckfahrzeugs am 7. November. „Mit dem neuen Fahrzeug haben wir auch schon viel geübt. Dafür danken wir dem Bürgermeister und dem Gemeinderat.“

Als Ziele für das kommende Jahr nannte Emmerer die Umstrukturierung im Gerätehaus, das Ablegen von Leistungsabzeichen und den Umbau der Sirene auf das Rathausdach. Als Letztes ehrte Emmerer die Aktiven Michael Peteranderl, Marcus Schmidinger, Josef Utz und Peter Schönau für ihre 10-jährige Dienstzeit. Zudem begrüßte er mit Felix Pichl, der aus Trostberg kam, sowie mit den Nachwuchskräften Johanna Weidinger, Andrea Stocker und Anna-Maria Eder-Reiter vier neue Dienstleistende im Kreis der Aktiven.

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