Weichen gestellt in Pittenhart

von Redaktion

Gemeinderat nimmt Sanierungspläne und Förderungen in den Fokus

Pittenhart – In der öffentlichen Sitzung am 22. Januar beschäftigt sich das Gremium auch mit der Zustimmung der neuen Unternehmenssatzung vom Regionalwerk „Chiemgau-Rupertiwinkel gKU“ (RCR). Auch die Gemeinde Pittenhart ist Mitglied des Regionalwerkes.

Das RCR bestand Ende 2020 aus 16 Kommunen aus den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Rosenheim und Traunstein. Bis Ende Juli 2022 wurden 15 weitere Kommunen aufgenommen. Nun soll eine erneute Erweiterung um die Gemeinden Eiselfing, Höslwang und Riedering, alle Landkreis Rosenheim, wie auch die Gemeinde Wonneberg, Landkreis Traunstein erfolgen. Die Einlagen für die neuen Gemeinden betragen jeweils 40.000 Euro, die sich in 20.000 Euro Stammeinlage, zuzüglich Kapitalbareinlage 20.000 Euro ergibt. Der Verwaltungsrat des RCR hat mit dem Beschluss vom 22. September 2025 und dem Umlaufbeschluss vom 18. November 2025 den Beitritt der neuen Trägerkommunen bestätigt.

Wegen der Aufnahme von Neueigentümern war eine Überarbeitung der Unternehmenssatzung erforderlich. Noch vor Jahresende 2025 hat sich das RCR an die Mitgliedsgemeinden gewandt, möglichst zeitnah die erforderlichen Gemeinderatsbeschlüsse herbeizuführen. Dabei ergingen die Hinweise, dass die Unternehmenssatzung von allen Beteiligten wortgleich beschlossen werden muss. Nach Erhalt sämtlicher Beschlussbuchauszüge aller Beteiligten werden die Bekanntmachungen der Unternehmenssatzung vorbereitet und die weiteren formellen Schritte in die Wege geleitet.

Durch die neuerliche Aufnahme von Mitgliedern ergeben sich für die Gemeinde Pittenhart keine unmittelbaren finanziellen Auswirkungen, die bisherige Stammeinlage von gesamt 30.000 Euro bleibt unberührt. Einstimmig hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, dass Bürgermeister Sepp Reithmeier ermächtigt wird, die Unternehmenssatzung zu unterzeichnen sowie alle zweckdienlichen und erforderlichen Maßnahmen und Erklärungen abzugeben.

Weiter hat der Gemeinderat der Interessenbekundung für eine energetische Sanierung der Mehrzweckhalle zugestimmt. Die Gemeinde hat fristgerecht zum 15. Januar ihre Interessenbekundung für das Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ abgegeben. Das Projekt umfasst die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle Pittenhart, um die Energieeffizienz zu verbessern und den Energiebedarf zu reduzieren. Außerdem ist eine Sanierung der Umkleiden und der Sanitäranlagen geplant.

Der in diesem Programm in Aussicht gestellte Fördersatz beträgt 45 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die Umsetzung des Projektes muss bis zum 31. Dezember 2031 abgeschlossen sein. Die Entscheidung über eine Förderung soll im März getroffen werden und die Gemeinde hofft auf eine positive Förderzusage und plant, die Halle zu einem modernen und nachhaltigen Sport- und Veranstaltungsort auszubauen. Bürgermeister Reithmeier erläutert, dass die Interessensbekundung für das Förderprogramm keinerlei Verpflichtungen mit sich bringt. Grundsätzlich sei eine energetische Sanierung und die Sanierung der Sanitäranlagen ins Auge zu fassen. Den Worten Reithmeiers schließt sich auch Gemeinderat Sebastian Stöcklhuber an. Zweiter Bürgermeister Reinhard Schreiner würde eine Förderung in Höhe von 45 Prozent sehr begrüßen, könnte man mit den Mitteln doch in naher Zukunft eine Erneuerung der in die Jahre gekommenen Fenster und die Sanierung der Sanitäranlagen ins Auge fassen.

Abzuwarten bleibt aber die Zusage einer Förderung, das Gesamtthema hat sich innerhalb des Gremiums zu einer regen Diskussion entwickelt. Hans Babinger (Freie Wähler) sprach sich dazu aus, dass ohne Förderung momentan ohnehin nichts in die Wege geleitet werden wird. Fraglich ist, ob sich bei der relativ günstigen Hackschnitzelheizung die Sanierung der Fenster als wirtschaftlich erweist.

Bereits in seiner öffentlichen Sitzung am 15. Mai 2025 hat der Gemeinderat Pittenhart die Gewährung des „X-Faktors“ als freiwillige Leistung für die zusätzliche Förderung von Integrationskindern für das Doppeljahr 2025/2026 beschlossen. Mit Antrag vom 12. Januar hat der „Katholische Kita-Verbund Obing“ einen Antrag auf Gewährung des „X-Faktors“ auch für das Jahr 2027 gestellt, um die Personalplanung für das Kindergartenjahr 2026/2027 durchführen zu können.

Aktuell werden im Kindergarten St. Aloisius Pittenhart insgesamt zehn Integrationskinder betreut, davon leben acht Kinder in der Gemeinde Pittenhart. Gemäß den aktuellen vorliegenden Zahlen entstehen dadurch für die Gemeinde zusätzliche Förderkosten von circa 30.000 Euro. Genaue Beträge können aber erst im Rahmen der Endabrechnung im Jahr 2028 vorgelegt werden. Mit einstimmigem Beschluss hat sich das Gremium für die Gewährung des „X-Faktors“ für den Kindergarten ausgesprochen.

Zum Abschluss der öffentlichen Sitzung gibt Bürgermeister Reithmeier bekannt, dass bei der Verwaltung ein Antrag von Andreas Feuerer aus Oberbrunn mit Inhalt bezüglich der Verkehrssicherheit in Oberbrunn vorgelegt wurde. Der detaillierte und exakt ausgearbeitet Antrag sei fristgerecht eingegangen und werde in einer der nächsten öffentlichen Sitzung behandelt.

Der in Oberbrunn wohnende Hans Babinger nimmt dazu Stellung und gibt an, dass die Parksituation im Ortsbereich von Oberbrunn oft gefährliche Situationen mit sich bringen würden. Zu bedenken sei, dass es sich bei der Ortsdurchfahrt Oberbrunn um eine Kreisstraße handelt und geklärt werden muss, ob die Gemeinde ein Parkverbot entlang der Straße aussprechen kann. Abschließend schlägt der Bürgermeister eine zeitnahe Verkehrsschau mit dem Landkreis vor. emk

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